St. Pauli . Landespastor Dirk Ahrens fordert eine detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse. Politiker müssten die sozialen Auswirkungen im Blick haben.

Hamburgs Bürger entscheiden am 29. November in einem Referendum darüber, ob sich der Stadtstaat für die Olympischen Spiele 2024 bewerben soll. So hat es die Bürgerschaft beschlossen. Im Abendblatt-Gespräch bezieht jetzt erstmals ein hochrangiger Repräsentant eines großen Wohlfahrtsverbandes Position zu den olympischen Plänen. Landespastor Dirk Ahrens, Chef des Diakonischen Werkes in Hamburg, fordert den Senat auf, die sozialen Auswirkungen von Olympia 2024 zu diskutieren. Er schlägt vor, dass der Senat eine unabhängige Kosten-Nutzen-Analyse mit einem detaillierten Armutsbericht vorlegt – und zwar rechtzeitig vor dem Referendum im Herbst.