Altstadt

Aus für die Galerie Rose nach 34 Jahren

Dirk Roses Galerie war ein fester Begriff
in der Kulturszene

Dirk Roses Galerie war ein fester Begriff in der Kulturszene

Foto: Roland Magunia

Das Traditionshaus am Großen Burstah 36 macht nach Umsatzeinbußen dicht. Galerist Dirk Rose will nun Kunstberater werden.

Hamburg. Wieder schließt ein Hamburger Traditionsunternehmen in der Innenstadt. Die Galerie Rose am Großen Burstah 36, seit Jahren eine der erste Adressen für zeitgenössische Kunst, wird es schon bald nicht mehr geben. Wie Inhaber Dirk Rose dem Abendblatt bestätigt, hat für ihn bereits die „Aufräum- und Umzugsphase“ begonnen. Demnächst werde der Name von der Außenfassade entfernt.

Die Räume an der Straße Großer Burstah werden von Ladennachbarin Hilde Leiss und deren Schmuckgalerie mit übernommen. Leiss hat Teile der Rose-Räumlichkeiten bereits bezogen. „Vor allem das vergangene Jahr war leider nicht sehr erfolgreich“, berichtet Rose gefasst, hinzu komme sein voranschreitendes Alter. Schweren Herzens habe er sich nun zur Aufgabe entschlossen.

1981 hatte Dirk Rose, Jahrgang 1944, seine Galerie eröffnet – damals noch im Haus Koppel 66 in St. Georg. Mit seinem damals ungewöhnlichen Konzept trug er nicht nur erheblich zur Belebung dieses noch neuen „Hauses für Kunst und Handwerk“ bei. Vielmehr wurde die Galerie schnell zu einem festen Begriff in der Hamburger Kulturszene insgesamt. Denn neben dem Verkauf von Bildern und Skulpturen öffnete Rose die Galerie auch für Musikabende und kleinere Theateraufführungen namhafter Künstler. 1990 zog er dann an den Großen Burstah, wo die Galerie zunächst erfolgreich weiterlief.

Doch gerade in den vergangenen Jahren erlebte Rose auch deutliche Umsatzeinbrüche – nicht zuletzt wegen steigender Mieten und langwieriger, aufwendiger Bauarbeiten entlang der Straße. „Zeitweise waren wir hier von Bauzäunen geradezu eingeschlossen“, berichtet Dirk Rose, der ansonsten aber nicht lamentieren mag. Der Kulturszene will er als Berater erhalten bleiben, schließlich hat er exzellente Kontakte zu vielen zeitgenössischen Künstlern.

Seine „Fast-Zusammenarbeit“ mit der Geschäftsnachbarin Hilde Leiss habe sich innerhalb der vergangenen Jahre gut entwickelt. Und dass sich daraus gemeinsame Projekte entwickeln könnten, zum Beispiel ein Musikabend in Leiss’ Galerie, hält er für durchaus möglich.