Bürgerschaft

Linke-Chef Riexinger kritisiert Gerangel um Heyenn

"So etwas darf nicht passieren": Der Denkzettel, den die Fraktion Heyenn verpassen wollte, ging laut Bundesvorsitzenden nach hinten los.

Hamburg. Das Gerangel um die frühere Fraktionsvorsitzende der Linken in der Hamburger Bürgerschaft, Dora Heyenn, sorgt auch in der Bundespartei für Befremden. „Das ist insgesamt sehr unglücklich gelaufen“, sagte der Linke-Bundesvorsitzende Bernd Riexinger der Online-Ausgabe der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“. „Die Fraktion wollte offenbar einen Denkzettel verteilen. Und dann kam das falsche Ergebnis heraus. So etwas darf eigentlich nicht passieren.“

Die Bürgerschaftsfraktion hatte zuvor beschlossen, eine Doppelspitze zu wählen. Bei der Wahl hatte Heyenn - im Wahlkampf noch Spitzenkandidatin der Linken - entgegen der Empfehlung des Landesvorstands keine Mehrheit bekommen. Daraufhin war sie am Montag aus der Fraktion ausgetreten.

Das sei schade, sagte Riexinger. „Und ich verstehe, dass Dora Heyenn verletzt ist.“ Sie habe „eine gute Arbeit gemacht“. Unter Heyenns Führung hatte die Linke in Hamburg bei der Wahl Mitte Februar mehr als zwei Prozentpunkte dazugewonnen.