Elbphilharmonie

So sieht er aus: Erster Blick in den Großen „Elphi“-Saal

Viel Auftrieb bei der Präsentation des Baufortschritts in Hamburgs Luxus-Konzerthaus. Ein Drittel der „Weißen Haut“ ist montiert. Eröffnungstermin soll jetzt der 11. Januar 2017 sein.

Hamburg. Der erste Eindruck: Steil sind die Ränge, sehr nah dran am zukünftigen Geschehen. Der zentrale Reflektor hängt in 15 Meter Höhe über der Grundfläche des Großen Saals, ein Großteil der Gerüste ist inzwischen entfernt. Man bekommt einen Eindruck von den Proportionen. In den nächsten Monaten wird an den Brüstungen und Rängen gearbeitet werden. Etwa 3000 der rund 10.000 Teile der „Weißen Haut“, die für herausragende Akustik sorgen soll, sind mittlerweile montiert. Mit einem Satz: Es geht flott voran.

Da diese Fortschritte erfreulicher sind, als viele in vergangenen Jahren zu wagen hofften, gab Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) am Montagmorgen im „Herzstück“ der Elbphilharmmonie das nun offizielle Eröffnungsdatum bekannt: 11. Januar 2017.

Schon ab November 2016, etwa einen Monat nach Fertigstellung des neuen Konzertgebäudes, soll die Plaza oberhalb des historischen Kaispeicher-Gebäudes öffentlich zugänglich sein, erklärte Scholz, um das „sehr demokratische Gebäude“ vor der endgültigen Inbetriebnahme zu erleben.

Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) sagte: „Der Blick in den beeindruckenden Großen Saal zeigt, dass Hamburg sich auf ein architektonisch außergewöhnliches Konzerthaus freuen kann. Es wird immer deutlicher, dass Hamburg mit der Elbphilharmonie seine Bedeutung als internationaler Kulturstandort weiter ausbauen kann.“

Hochtief-Projektleiter Stephan Deußer erklärte: „Die Bauarbeiten sind im Zeitplan. Wir haben im vergangenen Jahr wichtige und vertraglich vereinbarte Meilensteine wie die Fertigstellung der Glasfassade und der Dachabdichtung erreicht. Dank der guten Zusammenarbeit im Projektteam bin ich mir sicher, dass wir auch die für 2015 vertraglich fixierten Baufortschrittstermine einhalten werden.“

Ascan Mergenthaler (Herzog & de Meuron) sagte: „Die Intimität des Großen Saals kann man jetzt bereits spüren, die Nähe zwischen den Musikern und den Zuhörern war uns von Anfang an ein zentrales Anliegen. Der Saal ist für seine Größe äußerst kompakt. Die lebendige Textur der Saaloberfläche unterstreicht zusätzlich den skulpturalen Charakter des Konzertsaals. Wir sind sehr zufrieden mit der Qualität und Präzision der Montage der Weißen Haut.“

Für Generalintendant Christoph Lieben-Seutter bedeutet die Festlegung auf einen Termin weitere Planungssicherheit: „Die Planungen für den Spielbetrieb der Elbphilharmonie laufen bereits seit Monaten auf Hochtouren. Mit der nun erfolgten Festlegung des Eröffnungstermins können wir ab sofort verbindliche Vereinbarungen treffen.“