Hamburg-Nord

Für Umwandlung der Tempo-30-Zonen fehlt das Geld

Rund drei Jahre ist es her, dass der Senat eine Liste von Straßen veröffentlichte, die in Tempo-30-Zonen umgewandelt werden sollen. Doch im Bezirk Nord ist an vielen Stellen bis heute nichts geschehen.

Hamburg. Rund drei Jahre nachdem sich der Hamburger Senat für die Einrichtung zahlreicher Tempo-30-Straßen ausgesprochen hat, geht die Umsetzung im Bezirk Nord noch immer schleppend voran.

Wie die Antwort auf eine Kleine Anfrage des Bezirksabgeordneten Johannes Ploß (CDU) jetzt ergab, sind vier der damals genannten 16 Straßen noch nicht umgewandelt.

Nach aktuellem Stand stehen die notwenigen Arbeiten an der Gertigstraße, der Fuhlsbütteler Straße (verbleibender Abschnitt), der Flughafenstraße und der Dithmarscher Straße noch aus.

Grund: Das Geld fehlt. Dem Bezirk Nord stehen über den Topf "Neu-, Um- und Ausbau von Straßen" jährlich etwa 100.000 Euro für die nötigen Arbeiten zur Verfügung. Alle vier Straßen würden zusammen aber rund 705.000 Euro kosten - 400.000 Euro allein für die Gertigstraße.

Wann mit den Arbeiten begonnen werden kann, ist deshalb noch unklar. Christoph Ploß kritisiert die Verzögerung: „Es ist nicht akzeptabel, dass der SPD-Senat vor mehr als drei Jahren öffentlichkeitswirksam die Einführung von Tempo 30 in den entsprechenden Straßenzügen verkündet und diese nun nicht umsetzt. Wir fordern den Senat auf, bis zum Jahresende sein Versprechen einzulösen.“