St. Pauli

Seilbahn-Wahlkampf eröffnet: Initiative gewinnt Prominente

Am Sonnabend erhalten mehr als 200.000 Haushalte im Bezirk Mitte ein achtseitiges Infomagazin zum Bürgerentscheid, in dem die Vorzüge für das neue Verkehrsmittel angepriesen werden.

Hamburg. Die mehr als 200.000 Wahlberechtigten im Bezirk Mitte stimmen am 24. August bei einem Bürgerentscheid über eine Seilbahn zwischen St. Pauli und den Musicaltheatern auf Steinwerder ab. Die Bürgerinitiative „Hamburger Seilbahn - Ich bin dafür“ startete am Freitag in den „Wahlkampf“ mit dem Slogan „Ja zur Seilbahn": An diesem Sonnabend erhalten mehr als 200.000 Haushalte im Bezirk Mitte über eine Postwurfsendung ein achtseitiges Infomagazin zum Bürgerentscheid, in dem die Vorzüge für das neue Verkehrsmittel angepriesen werden.

Hier kommen auch Prominente zu Wort. Einer der Befürworter ist Schmidt Theater -Chef Corny Littmann: „Was ich an der Argumentation der Seilbahngegner überhaupt nicht verstehen kann, ist deren Hauptargument, es würden mehr Touristen nach St. Pauli kommen.“ Dann stellte Littmann, der auch mehrere Lokale auf dem Kiez betreibt, eine sehr provokante Frage: „Wovon lebt ihr eigentlich? Denn wir St. Paulianer leben ja ganz wesentlich von den Touristen.“

Auch Kaffeeunternehmer Albert Darboven ist ein Unterstützer: „Gerade in Hamburg sollten die Menschen wissen, dass mann dann und wann zu neuen Ufern aufbrechen muss, um etwas zu erreichen. Geben wir der Seilbahn eine faire Chance.“ Aber nicht Prominente wurden eingespannt, sondern auch Bürger aus dem Bezirk Mitte.

Verschiedene Protagonisten werben ab Montag auf 750 Plakaten im Stadtgebiet für die Seilbahn. Außerdem soll es Informationsveranstaltungen geben werben. So ein aufwendiger Wahlkampf kostet viel Geld. Finanzielle Unterstützung kommt von der Firma Doppelmayr und das sei legitim, sagte Herlind Gundelach. Die CDU-Bundestagsabgeordnete hatte die Bürgerinitiative mit ins Leben gerufen.