Benennung

Neue Namen für Straße und Park in Barmbek-Süd

Eine neue Erschließungsstraße nahe der Marschnerstraße wird nach der jüdischen Familie Levisohn benannt. Die Parkfläche am ehemaligen AK Eilbek erhält den Namen Friedrichsberger Park.

Hamburg. Barmbek bekommt einen neuen Levisohn-Weg sowie einen Friedrichsberger Park. Für diese Benennung hat sich der Regionalausschuss Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg einstimmig entschieden. Bürger hatten zuvor Vorschläge für die Namensgebung eingereicht. „Wir haben uns sehr gefreut, dass so viele gute und durchdachte Vorschläge eingegangen sind“, zeigte sich Grünen-Sprecher im Regionalausschuss, Michael Schilf, begeistert.

Der Levisohn-Weg betitelt künftig die neue Erschließungsstraße, die von der Marschnerstraße in Höhe des Theaters abgeht und bekommt ihren Namen von der jüdischen Familie Levisohn, die damals in der nahegelegenen Gluckstaße 22 wohnte. Die Familienmitglieder Albert, Cilly und Rolf William Levisohn waren 1942 im Konzentrationslager ermordet worden. „Die Benennung folgt dem Wunsch, das Andenken an die Opfer der NS-Zeit zu bewahren und die Dimension der Shoah zu verdeutlichen“, sagt Schilf.

Die Parkfläche am ehemaligen AK Eilbek erhält den Namen Friedrichsberger Park. „Die Bezeichnung erinnert an die spannende Geschichte der früheren ‚Irren-, Heil- und Pflegeanstalt Friedrichsberg‘, in der ab 1864 psychisch Erkrankte behandelt statt einfach nur weggeschlossen wurden“, begründet Schilf. Laut dem Grünen-Politiker wolle die Geschichtswerkstatt Barmbek in dem neu getauften Park zudem eine Informationstafel zur Geschichte des Krankenhauses aufzustellen.