Harburg
Neugraben

Ist "Elbmosaik" kein guter Name?

Die Projektentwickler der IBA wollen sich nun auch um das Neubaugebiet NF65 kümmern

Neugraben. Inzwischen hat sich der Name "Elbmosaik" für das Neubaugebiet nördlich des Neugrabener S-Bahnhofs weitgehend bei den Bewohnern der Region eingeprägt. Aber eine wirklich geglückte Namengebung sieht nach der Einschätzung von Karen Pein anders aus. Karen Pein ist zuständig für Projekte der Internationalen Bauausstellung (IBA) im Bezirk Harburg und seit Anfang des Jahres durch Senatsbeschluss auch mit den Neugrabener Baugebieten "Röttiger Kaserne" (NF66) und "Elbmosaik" (NF65) befasst. Die IBA GmbH soll sich als Stadtplanungsgesellschaft künftig auch um die Gesamtentwicklung, Erschließung und Vermarktung der bislang eher schwierig gestalteten Neubaugebiete kümmern. Während der vergangenen Wochen beschäftigte sich das Team mit einer Bestandsaufnahme und mit Verbesserungsvorschlägen.

Nachdem die IBA wie berichtet bereits auf politischer Ebene weitgehend Zustimmung für eine Neuordnung der Planungen im Bereich der Röttiger Kaserne erntete, gab es nun in der Sitzung des Stadtplanungsausschusses im Bericht zum Elbmosaik auch Verbesserungsvorschläge. Politiker kamen zu einer durchweg positiven Einschätzung. Heinz Beeken, SPD: "Ich erkenne einen Silberstreif am Horizont". Kai Wolkau, Grüne: "Kompliment für die Vorschläge". Rainer Bliefernicht, CDU: "Gut, dass die IBA alles in einer Hand haben wird".

Bislang lag die Erschließung des Baugebiets in den Händen der Finanzbehörde und ihres Immobilienmanagements. Das PMC-Immobilienmanagement, eine Tochter der HSH-Nordbank, kümmerte sich um die Vermarktung. Allein der Grundstücksverkauf für Einzel- und Doppelhäuser funktionierte problemlos. Größere Stadtplanungsprojekte mit Reihenhäusern entwickelten sich schwierig. Investoren sprangen ab. So floppte auch das erste Reihenhausprojekt schon mit dem Ersten Spatenstich Anfang Juli 2009. Damals hatten Investoren auch eine Werbeagentur beauftragt, einen Namen für das Baugebiet zu entwickeln, das bis dahin als "Neugrabener Wiesen" bekannt war. Für die künftige Vermarktung hält es Karen Pein für sinnvoll, einen geeigneten Namen zu suchen.

Derzeit sind im ersten Bauabschnitt 54 Ein- und Zweifamilienhäuser fertiggestellt sowie 48 Reihenhäuser der Saga. Fünf Wohneinheiten sind noch in Bau, 66 in Vorbereitung und 404 in Planung.

Die IBA sieht Bedarf an Grundstücken für Einzel- und Doppelhäuser sowie für Stadthäuser bis zu vier Etagen plus Staffelgeschoss mit höherwertigen Eigentumswohnungen. Die Häuser am Nordrand des Neubaugebiets hätten Blick auf die Wiesen. Auch Baugemeinschaften aus jungen Familien und Singles suchen Grundstücke.