Amerika-Reise

Kanadas Nummer Zwei empfängt Hamburgs Wirtschaftssenator

Frank Horch war auf der Amerika-Reise zu Gast bei Senatssprecher Noël Kinsella. Kanadas Senatssprecher und Horch hatten sich bereits im vergangenen Jahr in Hamburg kennengelernt.

Ottawa. Große Ehre für Hamburg: Kanadas Senatssprecher Noël Kinsella (Konservative Partei) hat am Freitag Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) im Senat in Ottawa empfangen. Kinsella ist der politischen Hierarchie Kanadas die Nummer zwei, der dortige Senat - eine der beiden Kammern des Parlaments - ist dem deutschen Bundesrat vergleichbar.

Kinsella und Horch hatten sich bereits im vergangenen Jahr in Hamburg kennengelernt. Horch bereist derzeit mit der bislang größten Hamburger Senatsdelegation die USA und Kanada. Dessen Hauptstadt Ottawa war die letzte Station der Reise.

Kinsella begrüßte Horch unter Applaus der Senatsmitglieder während einer Sitzung des Gremiums. "Das war für mich und unsere Delagtion ein beeindruckendes Erlebnis", sagte Horch anschließend. "Wir haben über verschiedene Themen, vor allem über die Möglichkeiten eines intensiveren und umweltfreundlicheren Schiffsverkehrs zwischen Europa und der kanadischen Ostküste gesprochen." Horch führte anschließend noch Gespräche im kanadischen Handels- und im Industrieministerium.

Mit teils bis zu 100 Teilnehmern aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen war die Delegation seit dem 16. Oktober unterwegs in New York, Boston, Montreal und Ottawa. Schwerpunktthemen der Reise waren die Informationstechnologien, die erneuerbaren Energien sowie die Hafenwirtschaft und die maritime Logistik.

Die Delegation besuchte unter anderem die Häfen von New York, Boston und Montreal, das Massachusetts Institute of Technology (MIT), den künftigen Offshore-Windkraft-Hafen New Bedford bei Boston sowie den Flugzeughersteller Bombardier in Montreal. Mit der Zentrale des Netzwerkausrüsters Cisco Systems in Kalifornien sprach Horch von New York aus über die Realisierung eines Pilotprojektes zur Verkehrssteuerung im Hamburger Hafen mithilfe moderner Sensortechnik: "Die zahlreichen Gespräche vor Ort und die Kontakte innerhalb der Gruppe selbst haben Hamburg und der städtische Wirtschaft in diesen zehn Tagen einen enormern Nutzen gebracht", sagte er abendblatt.de.