Verkehr

Neuer Ärger um Busbeschleunigung in Eidelstedt

FDP kritisiert den Umbau am Eidelstedter Platz als „zu teuer“. Eine Bürgerinitiative will die Pläne des Senats stoppen.

Eidelstedt. Die FDP übt abermals Kritik an dem Busbeschleunigungsprogramm des Senats, bei dem auch die Kreuzung am Eidelstedter Platz umgebaut wird. Ziel ist, dass Busse aus der Innenstadt und aus Lurup schneller den Busbahnhof am Eidelstedter Platz erreichen und wieder verlassen können. Die Kosten für den Umbau: fünf Millionen Euro. Das hat die Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage des FDP-Bürgerschaftsabgeordneten Wieland Schinnenburg ergeben.

„Die geplanten Maßnahmen am Eidelstedter Platz sind ein weiteres Beispiel dafür, dass das Busbeschleunigungsprogramm viel zu teuer ist und sogar zu erheblichen Nachteilen führt“, sagt Schinnenburg. „Dort werden fünf Millionen Euro verbuddelt, um möglicherweise eine Fahrzeitverkürzung von 30 bis 90 Sekunden zu erreichen.“ Die Konsequenz der Umbauarbeiten ist, dass das Linksabbiegen aus der Eidelstedter Dorfstraße verboten wird. „Das führt zu zusätzlichem Ausweichverkehr entlang von Kitas und Schulen“, kritisiert der FDP-Verkehrsexperte. Denn wer künftig links in Richtung City oder Lurup abbiegen möchte, muss über den Rungwisch und Dörpsweg fahren – ein Umweg von rund 1,5 Kilometern.

„Das Linksabbiegen (…) soll zukünftig untersagt werden, um dem Verkehr am Eidelstedter Platz insgesamt einen weitestgehend störungsfreien Ablauf zu bieten“, begründet der Senat das Verbot. Insbesondere den Bussen aus der Innenstadt soll so eine behinderungsfreie Zufahrt zum Busbahnhof ermöglicht werden.

Wieland Schinnenburg bemängelt zudem, dass durch das Busbeschleunigungsprogramm Parkplätze in Eidelstedt wegfallen. Neun Stellplätze werden endgültig wegfallen, während der Bauzeit von März bis Oktober 2014 werden zehn Plätze nicht erreichbar sein.

„Völlig unzureichend ist auch die Kommunikation des Wirtschaftssenators mit besorgten Bürgern“, sagt Schinnenburg. In Eidelstedt haben sich jüngst soziale Einrichtungen, Betriebe und Bewohner rund um den Dörpsweg zu einer Interessengemeinschaft (IG) zusammengetan, um gegen die Behördenpläne vorzugehen.

Sie befürchten Dauerstau und viele gefährliche Verkehrssituationen für Schüler und Anwohner am Eidelstedter Platz. Schon zweimal hat sich die IG schriftlich an Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) gewandt, um ihre Forderungen durchzusetzen. „Eine Antwort auf das Schreiben wird zurzeit erarbeitet“, teilte der Senat mit.