Schädlinge

Rattenplage in Hamburg - schon 700 Einsätze

Im ersten Halbjahr mussten die Kammerjäger zum Kampf gegen die Plagegeister schon fast so häufig wie im gesamten Vorjahr ausrücken.

Hamburg. In Hamburg mussten vom Senat beauftragte Kammerjäger im ersten Halbjahr schon 700 Mal ausrücken. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahr waren es 776 Einsätze. Das ergab jetzt die Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Klaus-Peter Hesse (CDU).

Die wirkliche Anzahl der Einsätze dürfte aber noch erheblich höher sein, da der Senat nur für die Schädlingbekämpfung auf öffentlichem Grund zuständig ist. Einsätze für Privathaushalte wurden in der Antwort des Senats jedoch nicht genannt.

Besonders viel zu tun gab es im Bezirk Wandsbek (206 Einsätze). Dort wurden die Kammerjäger im ersten Halbjahr sogar schon häufiger gerufen als noch 2011 (173 Einsätze).

In Hamburg Nord waren es in dem Zeitraum 132 Einsätze, in Eimsbüttel 91, in Bergedorf 40.

Eine Zunahme der Rattenpopulation und besondere Maßnahmen zur Bekämpfung sieht die Behörde in den Zahlen allerdings nicht.

Aber es sind nicht nur Ratten, die öffentliche Einrichtungen befallen. In dem Zeitraum wurden die Kammerjäger auch schon 790 Mal zu Bekämpfung von Schaben, Wespen, Flöhen, Wanzen und Mäusen in Schulen und Wohnheimen gerufen. 2011 waren es insgesamt 901 Fälle.