Verkehr

Ausbau von Tempo-30-Zonen in Nord stockt

Die Einführung von Tempo-30-Zonen ist noch nicht in allen dafür vorgesehenen Straßen in Hamburg-Nord umgesetzt.

Winterhude. Die Einführung von Tempo-30-Zonen ist im Bezirk Nord noch nicht in allen dafür vorgesehenen Straßen umgesetzt. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage des Bezirksabgeordneten Christoph Ploß (CDU) hervor.

Hintergrund ist, dass der Senat im Mai 2011 eine Liste mit Straßen veröffentlicht hatte, die er für die Umwandlung in Tempo-30-Zonen empfohlen hatte. Konkret geht es um die Zimmerstraße, die Gertigstraße, die Flughafenstraße, den Fuhlsbütteler Damm und die Dithmarscher Straße. An den genannten Straßen seien nach Ansicht der zuständigen Polizeikommissariate umfangreiche Umbaumaßnahmen nötig, um Tempo-30-Zonen zu realisieren.

An der Dithmarscher Straße und der Gertigstraße sei noch nicht abschließend geklärt, ob eine verkehrsberuhigte Zone dort sinnvoll sei. In beiden Fällen werden unter anderem Buslinien als Gründe für die Bedenken geäußert. Die Umsetzung der Senatsempfehlung liegt bei den Bezirken. Jährlich stehen für die nötigen Umbauten im Bezirk Nord über den Topf "Neu-, Um- und Ausbau von Straßen" etwa 100 000 Euro zur Verfügung. Der Bezirk schätzt, dass allein für die Umbaumaßnahmen an der Gertigstraße etwa 400 000 Euro nötig wären. Konkrete Zeitpunkte, wann die ausstehenden Umsetzungen erfolgen sollen, gibt es derzeit noch nicht.

Insgesamt waren für den Bezirk Hamburg Nord 16 Straßen für die Umwandlung in Tempo-30-Zonen vorgeschlagen worden.