Spielebranche

Goodgame will bis 2014 rund 600 Mitarbeiter einstellen

Hamburger Spielebranche wächst. Managerwechsel bei Bigpoint. Goodgame will Belegschaft in den kommenden zwei Jahre verdreifachen.

Hamburg. Bewegung in der Hamburger Spielebranche: Goodgame will seine Belegschaft innerhalb der kommenden zwei Jahre verdreifachen. Und bei Konkurrent Bigpoint stehen mehrere Wechsel im Management an, wobei auch hier die Zeichen weiterhin auf Wachstum stehen.

Gute Nachrichten für Nachwuchskräfte kommen vor allem von Goodgame: "Wir wollen 600 neue Mitarbeiter in knapp 20 Monaten einstellen", sagte Christian Wawrzinek, Gründer von Goodgame Studios. Die 2009 gegründete Firma, die familienfreundliche Internetgames entwickelt und vertreibt, plant diesen Schritt in einer Zeit des Fachkräftemangels: "Wir rekrutieren nicht nur deutschlandweit, es haben bereits die ersten Kollegen bei uns angefangen, die nicht deutsch sprechen", ergänzt Wawrzinek. Das Produkt sei ebenfalls international. "Deswegen passt es, dass unsere momentan knapp 200 Mitarbeiter aus 18 Nationen kommen." Gesucht werden Menschen aus unterschiedlichen Bereichen, nicht nur Computerspezialisten wie Programmierer, sondern auch Marketing- oder Personalexperten.

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Um neue Mitarbeiter zu gewinnen, bietet Goodgame Studios in einer Zeit, in der der Kampf um Talente längst begonnen hat, viele Vorteile. Neben Swimmingpool und Fitnessstudio gibt es nach Angaben der Firma regelmäßig Events, um den Teamzusammenhalt zu fördern und zu festigen. Co-Gründer und Geschäftsführer Kai Wawrzinek: "Ein angenehmes Klima statt Dienst nach Vorschrift ist uns sehr wichtig." Die Firma wurde dafür als "Entrepreneur des Jahres 2011" ausgezeichnet.

Die in den vergangenen Jahren bereits auf mehr als 800 Mitarbeiter gewachsene Bigpoint, Erfinder von Spielen wie Farmerama, sucht ebenfalls weitere Beschäftigte: Gut 18 Bewerber haben Chancen bei der Firma, die jüngst von Eppendorf in die City gezogen ist. Bigpoint engagiert zudem ein internationales Senior-Management zur Unterstützung von Gründer und Geschäftsführer Heiko Hubertz auf dem Weg in eine neue Wachstumsphase. Wichtiger Neuzugang ist Christian Unger, ehemaliger Chef des Schweizer Medienhaus Ringier, der als Organisationschef bei Bigpoint einige Abteilungen neu gestalten soll.

Beispielsweise sollen externe Entwickler stärker bei Bigpoint eingebunden werden, besonders bei Spielen für Smartphones. Neu im Team ist zudem Khaled Helioui, der die gesamte Produktabteilung für neue Spiele bis hin zur Weiterentwicklung von Blockbuster-Spielen wie Battlestar Galactica oder Drakensang übernehmen wird. Helioui kommt von TA Associates, einem internationalen Private-Equity-Unternehmen, wo er von 2009 bis Mai 2012 die Technologiebranche betreute und maßgeblich an der Investition in Bigpoint beteiligt war. Zugleich will das Unternehmen seinen internationalen Vertrieb stärken und die Niederlassungen in Paris, London, Madrid, San Francisco und São Paulo ausbauen.