Bezirksämter

75 Stellen in Fachämtern der sieben Bezirke nicht besetzt

Foto: Ingo Röhrbein

In sieben Ämtern gibt es Vakanzen, in Abteilungen für Straßenunterhaltung und Grünanlagen. Grund sind Einsparungen und der Winter.

Hamburg. In den sieben Bezirksämtern in Hamburg sind in den Fachämtern für das Management des öffentlichen Raums insgesamt 75 Stellen nicht besetzt. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der SPD-Verkehrsexpertin Martina Koeppen hervor. Die Fachämter für das Management des öffentlichen Raums sind unter anderem für die Grünanlagen sowie den Unterhalt und die Instandsetzung der Straßen in den Bezirken verantwortlich.

Im Bezirk Eimsbüttel sind acht Stellen vakant, und Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke ist mit dieser Situation sehr unzufrieden: "Wir müssen seit Jahren Stellen einsparen, weil wir uns diese einfach nicht leisten können. Das wird sich auch auf lange Sicht nicht ändern, wenn uns der Senat immer weiter zum Sparen anhält." Die Stellen müssten laut Sevecke dringend besetzt werden: "Wir können aufgrund des fehlenden Personals in einigen Fällen die Sanierung von Straßen gar nicht mehr umsetzen, weil wir zwar das Geld dafür haben, aber kein Personal, um das Vorhaben zu planen", sagt Sevecke

Für Koeppen steht fest: "Es ist kein Wunder, dass die Schlaglöcher auf unseren Straßen nur schleppend ausgebessert werden, wenn noch nicht einmal das Personal dafür da ist, um diese Arbeiten in Auftrag zu geben." Koeppen fordert: "Der Bereich Grünanlagen und Straßen ist von so großer Bedeutung, dass hier schnellstens die vakanten Stellen besetzt werden müssen."

Der Spitzenreiter ist der Bezirk Nord, hier sind 24 Stellen in dem Fachamt frei: "Es handelt sich teilweise um Stellen im gärtnerischen Bereich, die wir im Winter nicht besetzen. Außerdem gibt es Tätigkeiten, die so niedrig bezahlt werden, dass es schwierig ist, dafür geeignete Bewerber zu finden", sagte Bezirksamtsleiter Wolfgang Kopitzsch. Die vom Senat beschlossenen Sparmaßnahmen für die Bezirke seien aber auch schuld: "Damit wir die Einsparungen erreichen können, sind wir gezwungen, Stellen in der Regel neun Monate unbesetzt zu lassen."