Bezirk Eimsbüttel will Bürger bei Uni-Sanierung mitreden lassen

Ende November wird die Auftaktveranstaltung organisiert

Eimsbüttel. Die Sanierung und Erweiterung der Universität soll frühzeitig von Bürgern begleitet werden. Das kündigte Eimsbüttels Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke (SPD) nach Abstimmung mit der Bezirksversammlung an. Demnach soll bereits Ende November eine große Auftaktveranstaltung für Anwohner organisiert werden. "Damit Bürger nicht nur informiert, sondern an der Umgestaltung des Stadtteils beteiligt werden", sagte Sevecke.

Bereits im Juli 2011 solle der Wettbewerb für die Uni-Umgestaltung gestartet und europaweit ausgeschrieben werden, bis dahin könnten Bürgeranregungen für konkrete Vorhaben in die Pläne einfließen. Das betreffe sowohl den Bereich südlich der Bundesstraße rund um das graubraune Geomatikum als auch den nördlichen Campus.

Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach (CDU) hatte die mehr als eine halbe Milliarde Euro teuren und auf 20 Jahre angelegten Sanierungspläne der Universität in der Bezirksversammlung vorgestellt. Dabei sind die Baumaßnahmen parteiübergreifend begrüßt worden. Zentraler Wunsch der Bezirkspolitik aber war, Bürgerbegehren zu umgehen und die Umgestaltung des Campus mit den Anwohnern zu gestalten. "Auch, um im neuen Raum Aufenthaltsqualität für Bewohner zu erreichen", sagte Mechthild Führbaum von der SPD-Fraktion.

Unter anderem soll ein Ansprechpartner im Bezirksamt alle anfallenden Fragen erläutern. Wie berichtet, soll der Baustart im Jahr 2013 erfolgen, schon ab 2011 sollen 100 Millionen Euro pro Jahr aufgewendet werden. Sind die Neu- und Umbauten abgeschlossen, wächst die Universität um 41 000 Quadratmeter auf insgesamt 304 000 Quadratmeter.

Im Bezirk Eimsbüttel wird dadurch auch neuer Bauplatz frei. Die Informatiker, bislang in Stellingen untergebracht, ziehen an die Bundesstraße. Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke sieht den frei werdenden Raum als Chance, die "Neue Mitte Stellingen" weiterzuentwickeln.