Flüchtlinge aus dem Iran

Iranische Dissidenten kommen nach Hamburg

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Hamburg nimmt iranische Oppositionelle auf. Deutschland hat insgesamt 50 Dissidenten aus dem Iran Unterstützung zugesagt.

Berlin. In Deutschland sind die ersten von insgesamt 50 iranischen Oppositionellen eingetroffen, die die Bundesrepublik nach der gescheiterten Revolte im vergangenen Jahr aufnehmen will. Einige fanden in Hamburg Zuflucht.

Ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte am Samstag einen „Spiegel“-Bericht, wonach in den vergangenen Wochen zwölf Iraner eingereist sind. Ein weiterer Iraner werde in der kommenden Woche erwartet. Weitere 26 seien inzwischen vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ausgewählt worden. Bei elf weiteren dauere die Prüfung in Zusammenarbeit mit den türkischen Behörden und dem UN-Flüchtlingshilfswerk noch an.

Die Iraner waren nach den Protesten der Opposition aus ihrer Heimat in die Türkei geflüchtet. Die meisten der Iraner, darunter vor allem regime-kritische Journalisten, hätten in Berlin Aufnahme gefunden, zitierte der „Spiegel“ einen iranischen Menschenrechts-Aktivisten. Neben Hamburg habe auch Nordrhein-Westfalen einige Iraner aufgenommen. Um wie viele Iraner es sich handelt und wann sie in der Hansestadt angekommen sind, ist noch unklar. (reuters/ abendblatt.de)