Serie: Volksentscheid zur Schulreform

Kleines Schul-Abc

Die Primarschule ist der Dreh- und Angelpunkt der Schulreform. Nach den Plänen des schwarz-grünen Senats sollen die Schüler von der ersten bis zur sechsten Klasse gemeinsam lernen. Die neue Schulform teilt sich in eine Grundstufe (Jahrgangsstufe 1 bis 3) und die Unterstufe (Jahrgangsstufe 4 bis 6). Die Umstellung soll zum 1. August erfolgen. Laut Schulentwicklungsplan sind 164 Primarschulen vorgesehen, davon 107 mit einem Standort. In der Regel sind die neuen Primarschulen mindestens dreizügig. Es werden auch Lehrer von weiterführenden Schulen unterrichten, vor allem in der zweiten Fremdsprache sowie in naturwissenschaftlichen Fächern. Die Einführung der Primarschule war von Anfang an heftig umstritten. Die Gegner kritisieren vor allem die Schwächung der Gymnasien, die dann nur noch sechsjährig wären.

Turbo-Abitur meint die Schulzeitverkürzung auf dem Gymnasium von neun auf acht Jahre. Kritik gab es vor allem wegen der Ballung des Unterrichtsstoffs und übervoller Stundenpläne. In diesem Sommer machen die ersten Schüler in Hamburg nach zwölf Jahren Abitur.