Kommentar: Ausschuss zur Elbphilharmonie

Fatale Folgen einer Fehlkalkulation

Der Bau der Hamburger Elbphilharmonie ist ein Lehrbeispiel dafür, wie man es nicht machen soll. Früh ist schon der Eindruck entstanden, dass in Baudingen unerfahrene Politiker und Beamte bei dem Großprojekt ausgebufften, ja ausgekochten Profis des Baukonzerns Hochtief gegenüberstehen. Als fatal hat sich erwiesen, dass die Kosten anfangs aus politischen Gründen niedrig gehalten wurden. Denn die Korrekturen nahmen nach oben später immer abenteuerlichere Dimensionen an.

Natürlich gehört das alles von einem Untersuchungsausschuss aufgeklärt. Ein Parlament würde sich selbst nicht ernst nehmen, wenn es hier nicht eingriffe. Wenn nun immer mehr Hintergründe der Kostenexplosion ans Licht kommen, wird das die Akzeptanz für den Konzertbau in der Stadt nicht erhöhen. Die Verantwortung dafür trägt der Senat. Im Interesse des Projekts Elbphilharmonie wäre ein späterer Termin des PUA besser. Dass die SPD-Opposition aber nicht länger warten wollte, ist politisch nachvollziehbar und legitim.