Flüchtlinge

Ärzte können nun Dolmetscher per Videochat zuschalten

Ein Arzt untersucht ein Kleinkind: In Hamburg sollen die Mediziner bald mehr Hilfe für die Verständigung mit den Flüchtlingen bekommen

Ein Arzt untersucht ein Kleinkind: In Hamburg sollen die Mediziner bald mehr Hilfe für die Verständigung mit den Flüchtlingen bekommen

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Neun spezielle Container sollen nun in Hamburger Einrichtungen für Flüchtlinge aufgestellt werden. So funktioniert das neue System.

Hamburg.  Ein neues Dolmetschersystem soll die medizinische Versorgung der Flüchtlinge in Hamburg verbessern. In der Zentralen Erstaufnahme Rugenbarg im Stadtteil Osdorf wird am Montag der erste Medizin-Container mit Dolmetscher-Terminal eröffnet. Träger ist das Rote Kreuz. Neun weitere Medizin-Container sollen folgen. Die Gesamtkosten in Höhe von 900.000 Euro werden von der Dorit & Alexander Otto-Stiftung getragen.

Übersetzer für etwa 50 unterschiedliche Sprachen

Die neuen Container in den Erstaufnahmeunterkünften verfügen über eine einfache medizinische Ausstattung mit Behandlungsliege, Medizinschrank und Wartebereich. Darüber hinaus haben sie eine spezielle Technik, die einen schnellen Dolmetscherdienst per Bild und Ton ermöglicht. Dadurch sind die Ärzte vor Ort in der Lage, an zwei Plätzen im Container gleichzeitig Dolmetscher für etwa 50 unterschiedliche Sprachen direkt oder innerhalb kurzer Zeit per Live-Videoübersetzung in die Sprechstunde einzubinden.

Der Container wird für allgemeinmedizinische Sprechstunden genutzt, die Ärzte des Uni-Klinikums Eppendorf für rund 1.400 Flüchtlinge übernehmen.