Restaurant Hamburg

Hier gehen Hamburger am liebsten asiatisch essen

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Vegan, vegetarisch oder mit Fleisch – die asiatische Küche hat viel zu bieten. Das Angebot von Restaurants in Hamburg ist inzwischen groß.

Vegan, vegetarisch oder mit Fleisch – die asiatische Küche hat viel zu bieten. Das Angebot von Restaurants in Hamburg ist inzwischen groß.

Foto: Ingrid Balabanova / picture alliance / Zoonar

Wer in Hamburg Lust auf Gerichte aus Japan, Thailand, China, Korea oder Vietnam hat, wird hier fündig – die besten Restaurants der Stadt.

Hamburg. Keine Lust auf Pasta oder deutsche Hausmannskost? Viele Hamburger haben längst die Vielfalt und Frische der asiatischen Küche für sich entdeckt, und auch die Kolleginnen und Kollegen aus der Abendblatt-Redaktion haben da so ihre Favoriten, wenn sie mal essen gehen wollen wie in Thailand, Korea, Japan, China, Vietnam oder anderen fernöstlichen Ländern. Das sind unsere – ganz persönlichen (!) – Restaurant-Tipps:

Restaurant in Hamburg: Herr He

Dieses chinesische Restaurant bietet in schlichtem Ambiente „eine rundum erfreuliche, aromensatte und vielfältige kantonesische Frischeküche, die zum Besten zählt, was man aus dem Reich der Mitte in der Hansestadt genießen kann – zu moderaten Preisen“. Das schrieb unser Gastrokritiker Gerd Rindchen bereits, und nach wie vor hat sich daran nichts geändert. Highlights der Speisekarte sind die Wan Tans, die Seafood­gerichte und die Pekingente.

Ernst-Merck-Straße 10, Tel. 24 25 26, herrhe.metro.biz

Jin Gui

Wer extravagantes Sushi liebt und ein schönes Ambiente, der ist hier im asiatischen Restaurant des Hotels Tortue in den Stadthöfen richtig. Auf der Karte finden sich neben Sushi und Sashimi auch auch New Style Dim Sums, ausgeklügelte Hauptgerichte mit Fleisch und Fisch sowie ein paar vegetarische Varianten. Gehobenes Preisniveau.

Stadthausbrücke 10, Tel. 33 44 14 00, tortue.de

Nikkei Nine

„Wann gibt es den Michelin-Stern?“, fragt ein Gast auf der Plattform Tripadvisor – und unterstreicht damit den Anspruch in diesem edlen Restaurant, das zum Luxushotel Vier Jahreszeiten gehört. Die Gourmets des Guide Michelin sehen diesen stylish-eleganten „kulinarischen Hotspot“ mit einem Mix aus japanischer und peruanischer Küche in Hamburg ziemlich weit vorne. Wer das in vollen Zügen genießen will, sollte ein paar Euro mehr mitbringen.

Neuer Jungfernstieg 9–14, Tel. 34 94 33 99, nikkei-nine.de

An Khang

„An Khang bedeutet Sicherheit, Zufriedenheit und ein Leben in Frieden“. So steht es in der Speisekarte. Und aus langjähriger Erfahrung lässt sich bestätigen, dass man jedes Mal sehr zufrieden wieder rausgeht, wenn man in dem vietnamesischen Restaurant in Hoheluft gegessen hat. Man sollte unbedingt mit einer kleinen Vorspeise beginnen – die Frühlingsrollen mit Huhn oder Garnelen sind unglaublich delikat, aber auch die Pho-Nudelsuppen.

Zu empfehlen sind die Buns, Reisfadennudelgerichte mit Zutaten wie Lachs oder knusprigem Rindfleisch. Auch die Ente mit Tamarindensauce sollte man probieren. Weniger Experimentierfreudige werden ihren Gefallen an Huhn mit Cashewnüssen und Gemüse finden.

Hoheluftchaussee 86, Tel. 63 94 86 24, https://ankhangquan.de (bis 14.1. geschlossen)

Yong Korean

Traditionelle koreanische Küche in zeitgemäßem Ambiente unter dem Dach eines denkmalgeschützten Jugendstilhauses – das ist Yong korean. Yong heißt Drache – und der bringt Gutes und Glück. So wie die Speisekarte. Etwa die variantenreichen Rice Bowls Bibimbab oder Dop Bab, mit viel Gemüse, Tofu oder mariniertem Rindfleisch (Bulgogi). Oder die herzhaften Gemüsepfannkuchen (Yache Jeon), die hausgemachten Teigtaschen (Mandu) oder die süß-scharfen Hähnchenspieße vom Grill (Dak Ggochi).

Wirt Chong-Min Han-Moerbeck ist eine Institution im Schanzenviertel. Genau wie einst seine Schwiegermutter Kae-Soon Lee Kang, die ab den 80er-Jahren im Viertel ein Restaurant (bok), den Asia-Imbiss an der Bartelsstraße und eine der ersten Sushi-Bars in Hamburg an der Schanzenstraße aufmachte. Heute ist hier das vegetarische Kini korean von Han-Moerbeck untergebracht – auch sehr zu empfehlen.

Schulterblatt 92, Tel. 430 44 58, Yong-korean.de

Le Cochinchine

Mitten im Hotspot für Restaurants, Bars, Trattorien behauptet sich klein und fein und charmant das Le Cochinchine. Frau Thi Hoan Le kocht natürlich (!) eine der besten Pho der Stadt. Ihre Familie stammt aus Hanoi, aber die Spezialitäten kommen aus dem ganzen schlanken Land, das sich von der Hauptstadt im Norden bis Ho-Chi-Minh-Stadt und weiter südlich erstreckt.

Dort liegt das alte Cochinchina, aus dem die Kokosmilch-Currys stammen, die Frau Le zurzeit vermehrt auch „to go“ anbietet. Die Soße ist vegan, um der Nachbarschaft gerecht zu werden. Das Mittagsmenü (auch Fleischgerichte) gibt es für unter 10 Euro. Dazu gerne Basilikum-Zitronengras-Limo, abends den Cocktail mit Thai-Basilikum und Gin (Cochin Basil Smash). Natürlich gibt’s Klebereis zum Dessert. Aber noch besser: Mungo-Bohnenkompott mit Lotuskernen, Minze dazu und geröstete Pistazien.

Eppendorfer Weg 278, Tel. 98 76 18 16, cochinchine.de

Han Yang

Nach dem Umzug von der Paul-Sorge-Straße in die größeren Räume in der Nähe des Tibarg vor fünf Jahren ist der Besuch in diesem chinesischen Restaurant noch angenehmer. Nicht nur die vielen Freunde des preiswerten Mittagstisches sind regelmäßige Gäste, auch abends kommt viel Stammpublikum, um sich Gerichte nach traditionellen Rezepten aus der Shanghaier Küche schmecken zu lassen.

Auf der Karte stehen aber auch Dim Sums, Pekingente und Gerichte aus der Sichuan-Küche. Die hausgemachte Frühlingsrolle ist unübertroffen, auch das Hähnchen Sichuan-Art mit genau der richtigen Schärfe sowie die diversen Rindfleisch-Gerichte mit pikanten Saucen und Zutaten sind perfekt abgeschmeckt.

Das Han Yang hat nichts von all den schicken neuen Asia-Restaurants, bietet aber seit 40 Jahren bestes Essen. Das Personal ist seit vielen Jahren das gleiche, deshalb fühlt sich ein Besuch hier fast schon fast familiär an.

Zum Markt 1, Tel. 552 37 15, www.han-yang.de

An Vegan House I & II

Wie schon der Name verrät, stehen in den vietnamesischen Restaurants An Vegan House I am Mühlenkamp und An Vegan House II in der Langen Reihe vegane Gerichte auf der Speisekarte. Vergleichbar mit Tapas sind die kleineren „Super Bowls“: Für je 4,50 Euro können Gäste unter anderem zwischen verschiedenen Rolls, Papaya- oder Mango-Salaten und geschmorten Sojabällchen wählen.

Genauso gibt es Curry, Dumplings mit Gemüsefüllung und Bowls mit gegrilltem Tofu. Die „Big Five“-Gerichte kosten je 10,90 Euro: Egal ob die pikante „Monks Soup“ mit Reisbandnudeln und Pilzen oder die „Regeneration Bowl“ mit dicken Udon-Nudeln, Gemüse und Rice Flakes – die großen Schalen machen ordentlich satt.

Mühlenkamp 19, Tel. 27 88 36 88, Lange Reihe 93, Tel. 84 50 71 22, facebook.com/anveganhouse

Bodhi Vegan Living

Asiatisch, authentisch und vegan sind die Attribute im Bodhi Vegan Living in Winterhude. Freundliches Personal serviert im schlicht und gemütlich eingerichteten Lokal Birnenspalten mit Sojasauce, nahezu perfekt gesalzene Edamame, fruchtigen Papayasalat mit knackigen Erdnüssen, verschiedene Bowls, Suppen, Rolls und Sushi. Zum Dessert locken Mochi-Eis oder warmer Kürbiskuchen. Auch wer sonst gerne Fleisch isst, wird hier nichts vermissen.

Borgweg 11, Tel. 27 88 03 68, bodhihamburg.de

Garduong Rathaus

Wenn man nicht aus dem Fenster schaut, sondern den Blick nur auf das asiatisch geformte Holzdach an der Decke und die Bambuslampen wirft, die Gerüche nach Kokosmilch, Koriander und Curry einatmet, könnte man sich beim Restaurant Garduong mitten in ­Vietnam fühlen.

Das immer frisch zubereitete Essen schmeckt in jedem Fall authentisch, zum Lunch ist es oft sehr voll, aber es lohnt sich zu warten, die Gerichte kommen zügig. Es gibt neben den klassischen Reis- und Reisbandnudelgerichten mit Tofu, Huhn, Rindfleisch, Lachs und Garnelen auch wunderbare Suppen sowie Salate mit Mango oder Papaya, die mit einem leichten Limette-Chili-Dressing angerichtet sind. Empfehlenswert sind auch die selbst gemachten Getränke – oft mit Kokosmilch oder grünen Tee hergestellt.

Schauenburgerstraße 55, Tel. 36 09 92 66, garduong-rathaus.de

Okyaku

Um das Sushi im Okyaku in Halstenbek zu probieren, lohnt sich definitiv auch eine Fahrt aus Hamburg. Denn Preis und Leistung sind in diesem Restaurant unschlagbar. Besonders empfehlenswert ist die große Okyaku-Mix-Platte für zwei Personen, die mit fantastisch leckeren und sehr kreativ angerichteten Hot Rolls, Maki, Sashimi und Nigiri lockt – überhaupt sind die verschiedenen Hot Rolls mit Ente oder Spargel und Avocado sehr delikat.

Neben Sushi kommen aber auch Thai-Fans und Freunde chinesischer Küche voll auf ihre Kosten. Es gibt neben diversen Thaicurrys und Eintöpfen auch knusprige Ente. Besonders lecker als Vorspeise: der Gurkensalat mit Erdnüssen, Chili, Knoblauch und Koriander. Das Essen gibt es auch außer Haus.

Schulstraße 12, 25469 Halstenbek, Tel. 04101/805 14 40, okyaku-restaurant.eatbu.com

Vous

Das Vous in Winterhude ist nicht unbedingt der Ort für gepflegte Gespräche, dafür ist die Musik einfach oft zu laut, aber es ist der perfekte Ort für Genuss. Hier sollte man lieber mehrere kleine Gerichte bestellen, damit man die bunte Vielfalt der Speisekarte ein wenig auskosten kann.

Dazu gehören auf jeden Fall Crazy Edamame (grüne Sojaschoten mit Spezial-Gewürzmischung), Mango Tango (fruchtiger Mangosalat), Angry Chicken (knusprige Hähnchenbrust mit Ingwer-Honigsauce, dazu Gemüse und Jasminreis) oder White Pearls (gebackene Dumplings mit Tigerprawnfüllung und Wasserkastanien). Einfach für die Runde unterschiedliche Gerichte bestellen, dann kann jeder mal probieren. Der Service ist schnell und freundlich.

Gertigstraße 7, Tel. 36 90 14 88, vousrestaurant.com

Ponzu

In Niendorf ist seit Oktober 2018 das japanische Restaurant Ponzu beheimatet. Die Speisekarte bietet eine breite Auswahl an Sushi-Variationen sowie weiteren asiatischen Speisen mit Hähnchen, Ente, Rind, Lachs und Thunfisch. Geheimtipps sind der Mangosalat (7,90 Euro) und der Avocado-Lachs-Salat (9,50 Euro). Auch für Veganer hält das Ponzu ein abwechslungsreiches und schmackhaftes Angebot bereit.

Die Sushis werden jeweils frisch in einem für jeden Gast einsehbaren Arbeitsbereich neben dem Tresen zubereitet. Vor allem abends empfiehlt sich eine Tischreservierung. Im Sommerhalbjahr wird zusätzlich an Tischen vor dem Pavillon in der Fußgängerzone serviert. Alle Gerichte können auch zum Abholen für den Verzehr außer Haus telefonisch bestellt werden.

Die Preise bewegen sich im mittleren Segment, sind aber angesichts der Qualität und Frische gerechtfertigt. Dienstags bis freitags wird von 12 bis 15 Uhr ein Mittagstisch mit reduzierten Preisen angeboten. Ein weiterer Pluspunkt ist die Freundlichkeit des Personals.

Tibarg 16, Tel. 81 97 24 61, ponzu.de

Xeom Eatery

Aus unserer Abendblatt-Community auf Instagram erreichte uns ein weiterer Tipp: die XEOM ­Eatery. Wer die Treppen in das kleine Restaurant herabsteigt, vergisst sofort, dass vor der Tür die viel befahrene Karolinenstraße und die doch recht puristischen Hamburger Messehallen liegen: Gäste tauchen beim Betreten direkt ein ins vietnamesische Street-Food-Ambiente. Die vielen blauen Plastikstühle und diverse Fotos von Motorradtaxis – nach diesen ist das Restaurant übrigens benannt – ergänzen das authentische Bild.

Die Karte ist prall gefüllt mit vietnamesischen Klassikern, die nach alten Familienrezepten gekocht werden. Hier gibt es Pho, Bun und Sommerrollen – aber auch traditionellen Reisbrei (Chao) oder vietnamesisches Kartoffel-Curry (Cari Ga). Dazu trinken die Gäste frische Smoothies oder hausgemachten Tee. Perfekt zum Lunch, findet eine Instagram-Userin.

Karolinenstraße 25, Tel. 18 13 82 6

Weitere Tipps von Abendblatt-Followern: Garduong (Eppendorfer Weg 200), Han-Mi (Kleine Seilerstraße 1), Kimchi Guys (Große Bleichen 35), Man Wah (Spielbudenplatz 18), Sala Thai (Am Kaiserkai 1), Yu Garden (Feldbrunnenstraße 67) und Hanoi Deli Rathaus (Schauenburgerstr. 49).

( HA / gjs / jes / abm / ryb / kwr / fis / tes / C.H. / lag )

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