American Football

Sea Devils hoffen auf 2000 Footballfans im Auftaktspiel

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Zeljko Karajica (50) ist als Geschäftsführer einer der Macher der neuen Football-Europaliga ELF

Zeljko Karajica (50) ist als Geschäftsführer einer der Macher der neuen Football-Europaliga ELF

Foto: WITTERS

Acht Teams aus drei Ländern, darunter mit den Sea Devils eins aus Hamburg, kämpfen um den Einzug ins Finale am 26. September.

Hamburg. Jemandem, der versucht, einen American Football aus 1000 Metern Entfernung ins Ziel zu bringen, sollte man nachsehen, wenn er einige Meter danebenliegt. Daniel Spörl war dennoch unglücklich mit seinem „Fehlpass“. Aus einem Kleinflugzeug war der professionelle Fallschirmspringer am Dienstagmittag abgesprungen, um auf der Dachterrasse des „Hamburger Ding“ am Nobistor den Spielball abzuliefern, mit dem am Sonnabendabend in Breslau (Polen) die Wroclaw Panthers gegen die Centurions aus Köln in die Premierensaison der Europaliga ELF starten. Weil er zu stark gebremst hatte und von einer Windböe erwischt wurde, landete Spörl statt auf dem Dach am Rande der Reeperbahn.

Die gute Nachricht: Weder er noch der Ball nahmen Schaden, dem Ligastart steht also nichts mehr im Wege, wie Ligachef Patrick Esume und Geschäftsführer Zeljko Karajica auf der Eröffnungspressekonferenz unterstrichen. Acht Teams aus drei Ländern, darunter mit den Sea Devils eins aus Hamburg, kämpfen um den Einzug ins Finale am 26. September. Dieses findet im Fußballstadion in Düsseldorf statt, 7000 Tickets sind bereits verkauft. Die Wahl des Finalstandorts soll eine Duftmarke für das setzen, was die ELF vorhat.

„Innerhalb von fünf Jahren wollen wir 24 Teams in mindestens zehn Ländern haben und in allen Metropolen in großen Stadien spielen“, sagte Karajica, der der Liga mit seinen Kontakten als ehemaliger Geschäftsführer von ProSieben Sat.1 und Sport 1 eine breite Sichtbarkeit im Fernsehen – ProSieben Maxx überträgt jeden Sonntag von 14.45 bis 18 Uhr das Topspiel der Woche – und Internet garantiert.

Sea Devils: 650 Sitzplätze dürfen im Stadion Hoheluft besetzt werden

Vor allem hoffen die Macher auf großartige Live-Events in den Stadien. Doch während an anderen Standorten eine deutliche Entspannung der Corona-Regeln herrscht, lautet die Vorgabe für das Auftaktspiel der Sea Devils am Sonntag (15 Uhr) gegen die Frankfurt Galaxy, dass im Stadion Hoheluft lediglich die 650 vorhandenen Sitzplätze besetzt werden dürfen. Eine Anfrage, die Kapazität mittels Klappstühlen auf 2000 – und damit ein Viertel des Fassungsvermögens – zu erhöhen, wurde vom Ordnungsamt abgelehnt. Begründung: Klappstühle könnten zu Wurfgeschossen umfunktioniert werden.

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„Wir haben ein 56-seitiges Hygienekonzept vorgelegt, die Inzidenzen fallen, wir sind an der frischen Luft. Wir hoffen sehr, dass wir bis zum Freitag eine Einigung haben werden, schließlich ist die Zulassung von Fans auch ein Wirtschaftsfaktor“, sagte Karajica.

( bj )