Dataport

Neue Computerpanne legt alle Hamburger Kundenzentren lahm

Mitarbeiter bedienen Kunden im Bezirksamt Mitte (Symbolfoto).

Mitarbeiter bedienen Kunden im Bezirksamt Mitte (Symbolfoto).

Foto: picture alliance

Bezirksämter mussten Termine absagen. Zuvor hatte seit Freitag eine Panne bei Dataport IT mehr als 300 Schulen beeinträchtigt.

Hamburg. Nach dem Ausfall der digitalen Kommunikation an rund 300 allgemeinbildenden Schulen ist es am Dienstag schon wieder zu einer folgenschweren Computerpanne bei dem IT-Dienstleister Dataport gekommen. Ein zentraler Hardware-Fehler legte von 11 Uhr an die IT in allen Kundenzentren der Bezirksämter lahm, wie eine Sprecherin von Dataport dem Abendblatt bestätigte.

Die Folge: Einwohnerdaten konnten nicht abgerufen werden, auch bei der Abteilung Ausländerangelegenheiten und in den Standesämtern ging nichts mehr. "Die Kundenzentren waren gezwungen, Termine abzusagen oder zu verschieben", so die Sprecherin des IT-Dienstleisters. Erst gegen 15 Uhr gelang es Dataport, das Problem in der Zentrale durch den Austausch der defekten Komponente zu beheben.

Erst Ende vergangener Woche hatte eine technische Störung große Teile der digitalen Kommunikation aller mehr als 300 staatlich allgemeinbildenden Schulen in Hamburg lahmgelegt: Seit vergangenem Freitag konnten Lehrer Teile des Bildungsportals eduPort nicht mehr erreichen. Damit verbunden war unter anderem der E-Mail-Verkehr, die Organisation des Unterrichts und Adressbücher, zu denen auch Klassenlisten gehören können. Die Behebung des Problems dauerte bis Dienstag früh.

Nach den Worten der Dataport-Sprecherin stehen beide Pannen aber nicht in einem Zusammenhang. Die Ursache für die eduPort-Störung sei immer noch nicht geklärt.