Hamburg

Görtz übernimmt 20 Filialen von Deichmann-Tochter

Der Hamburger Schuhhändler Görtz verfolgt erfolgreich seine Expansionsstrategie.

Der Hamburger Schuhhändler Görtz verfolgt erfolgreich seine Expansionsstrategie.

Foto: dpa / Maja Hitij

Übernahme der Niederlassungen schließt Mobiliar, Ladenbau, Ware und Beschäftigte des Essener Unternehmens mit ein.

Hamburg. Nach einer Schrumpfkur seit 2012 hieß es im vorigen Jahr vom Hamburger Schuhhändler Görtz, man wolle wachsen. Jetzt nutzt das Traditionsunternehmen eine Gelegenheit dazu: Görtz wird zum 1. November 20 Filialen von der Deichmann-Tochter Roland übernehmen, darunter zwei in Bremen. Wie Görtz mitteilte, schließt dies das komplette Mobiliar, den Ladenbau und die Ware ein. Zudem übernehme Görtz die Roland-Beschäftigten an den jeweiligen Standorten.

Seit 1988 gehört der Schuhhändler Roland zur Deichmann-Gruppe in Essen. Im Mai hatte das Unternehmen mitgeteilt, bis spätestens Ende 2020 die Marke Roland aus dem Markt zu nehmen und die insgesamt 45 Filialen zu schließen. „Durch den Übergang der 20 Filialen an Görtz bietet sich den Beschäftigen nun eine neue Perspektive“, sagte Patrik Pörtig, Geschäftsführer von Roland. „Dass wir den Beschäftigten gemeinsam mit Görtz nun eine Alternative anbieten können, freut uns sehr.“

Görtz expandiert – besonders im Süden

Görtz hat nach eigenen Angaben gut 160 Niederlassungen in Deutschland. „Wir freuen uns, dass wir durch die jetzt getroffene Vereinbarung unser Filialnetz entsprechend unserer Expansionsstrategie insbesondere im Süden Deutschlands verdichten und unsere Präsenz in unserem Segment der Qualitätsschuhe weiter ausbauen können“, erklärte Frank Revermann, Geschäftsführer Ludwig Görtz. „An diesen Standorten möchten wir auch weiterhin aktuelle und hochwertige Schuhmode mit kompetenter Beratung und freundlichem Service – gern mit den bisherigen Filial-Crews – anbieten.“

Der Übergang von den Roland- zu den Görtz-Filialen werde ohne Räumungsverkauf oder zwischenzeitliche Schließung erfolgen.