Karriere

Ideen vor Publikum knackig und überzeugend rüberbringen

Inhalt:

"Du kannst brillante Ideen haben, aber wenn du sie nicht vermitteln kannst, werden dich deine Ideen nicht weiterbringen", hat Lee Iacocca, früherer Chef von Chrysler, einmal gesagt. Genau darum geht es im Buch "Der TED-Effekt" von Florian Mück und John Zimmer: Wie gelingt es, ein Thema oder ein Produkt überzeugend und einprägsam zu kommunizieren – und zwar live vor Publikum? Als Inbegriff für erfolgreiche Vorträge gelten seit 2006 die TED-Talks. TED ist ein Akronym und steht für Technologie, Entertainment und Design. Während der inzwischen weltweit stattfindenden TED-Konferenzen präsentieren Redner in jeweils maximal 18 Minuten neue, bahnbrechende Ideen zu völlig unterschiedlichen Themen wie zum Beispiel Hirnforschung, Religion, Astrophysik, Kreativität, Musik und künstliche Intelligenz. Mehr als 2300 solcher TED-Talks kann man inzwischen online, etwa bei YouTube, sehen. Die Rhetorikexperten und TED-Redner Florian Mück und John Zimmer erklären anhand dieser Königsdisziplin des Vortrags, wie man erfolgreich visuell präsentiert. Nach einer kurzen Einführung zur TED-Idee liefern sie in sechs Kapiteln und anhand vieler Beispiele praktische Tipps von der Vortragsbotschaft über die technische Ausrüstung bis zum Auftritt vor der Videokamera. Im Anhang erläutern Mück und Zimmer detailliert, wie sie eigene Präsentationen geplant haben.

Präsentation:

Klar, am liebsten hätte man das Buch als TED-Vortrag, aber so viel passt dann eben doch nicht in 18 Minuten Video hinein. Doch dafür ist es dem Autorenteam gelungen, das Thema in gedruckter Form nicht nur ungemein unterhaltsam, sondern dank vieler Beispiele und Bilder zugleich einprägsam zu präsentieren. Fortlaufend schieben Mück und Zimmer persönliche Erfahrungen ein, was nicht nur auflockert, sondern einen Mehrwert bietet. Was fehlt in dem Buch? Ein paar Vorlagen zum Download und an manchen Stellen noch mehr rhetorische Kniffe.

Praxiswert:

In unserer schnelllebigen Welt ist Aufmerksamkeit ein wichtiges Gut. Wer also andere mit seiner Idee überzeugen und in Erinnerung bleiben will, braucht keinen guten, sondern einen brillanten Auftritt. "Der TED-Effekt" liefert dafür die ideale Vorlage, um auf jeder Bühne künftig besser dazustehen. Dass Florian Mück und John Zimmer im Anhang des Buches Schritt für Schritt analysieren, warum sie bei eigenen Vorträgen was wann wie und warum gemacht haben, hilft dabei, die Vorträge neu und anders zu strukturieren. Fazit: Als Ergänzung zu einigen Rhetorik-Klassikern ist dieses Buch als Werkzeugkasten für den Auftritt im digitalen Zeitalter unverzichtbar.

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