Karriere

Bilder sprechen lassen

Inhalt:

Malte von Tiesenhausen ist preisgekrönter Comiczeichner und arbeitet seit 2004 als Illustrator für Agenturen und Verlage. Inzwischen hat er sein Angebot erweitert: Als Grafik Recorder protokolliert er in Echtzeit den Inhalt von Konferenzen und Meetings. Diese Dokumentation der Ergebnisse liegt dann digital oder als großes Schaubild vor. Dieses Grafik Recording darf als Hohe Schule des Ad-hoc-Visualisierens gelten. Das Buch setzt unterhalb dieses Niveaus an. Es richtet sich an Laien, die lernen wollen, mit grafischen Mitteln Botschaften, Zusammenhänge oder Geschichten zu kommunizieren. Man muss nicht zeichnen können, um das Handwerk des Visualisierens zu erlernen, betont von Tiesenhausen. Sein Buch führt ein, schärft die Wahrnehmung, schult das Denken in Bildern, vermittelt Grundkenntnisse zu Material, Farbe, Schrift und Zeichentechnik, streift die Themen visuelles Storytelling und Komposition, zeigt Anwendungsgebiete, liefert einen Trainingsleitfaden und schließt mit einem Ausblick. Das ganze Buch ist gezeichnet. Das Bild dominiert, der Text ergänzt. Der auf St. Pauli lebende Kreative ist nicht nur ein begabter Illustrator und Zeichner, er ist auch ein gebildeter Mann. Das wird immer dann deutlich, wenn es um Randbereiche seiner Disziplin geht oder wenn er zum Beispiel en passant einen kleinen Ausflug in die Kunstgeschichte startet.

Präsentation:

Mit gut gezeichneten Sachbüchern haben wir es an dieser Stelle eher selten zu tun, und man fragt sich, ob Zeichnungen in der Wissensvermittlung mit Text mithalten können. Sie können: Nimmt man zehn beliebige Doppelseiten aus diesem Buch und versucht, den Inhalt über einen anschaulich geschriebenen Text zu transportieren, braucht man ebenfalls zehn Seiten. Bildsprache ist verständlicher, und sie ist effektiv. So ist das Buch ein überzeugendes Plädoyer in eigener Sache.

Praxiswert:

Die Fähigkeit zu visualisieren, erweitert das kommunikative Repertoire enorm. Dieses Buch lädt in seiner lockeren Art ein, die Kraft der Bilder zu entdecken, den Stift in die Hand zu nehmen und es selbst zu versuchen.