Elbe

Strand vor Blankenese wird aufgespült – fast wie auf Sylt

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Elbschlick am Elbstrand?

Elbschlick

Wird hier etwa Elbschlick am Strand von Blankenese verklappt? Tatsächlich passiert etwas anderes.

Video: Walter Scheuerl
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Am Ufer von Blankenese bietet sich Passanten derzeit ein ungewöhnliches Bild. Warum die Maßnahme der HPA notwendig ist.

Hamburg. 
  • Strand an der Elbe vor Blankenese stark abgetragen
  • HPA spült 8000 Kubikmeter Strand neu auf
  • Parkverbot am Strandweg in Blankenese wegen der Aufspülungen

Ein ungewöhnliches Bild bietet sich derzeit Spaziergängern am Ufer von Blankenese. Ein Baggerschiff fährt nah an den Strand und stößt aus einer Düse Schlamm in hohem Bogen aus. Man könnte glatt meinen das hier gerade Hafenschlick verklappt wird, für den Hamburg ja dringend Lagerungsstätten sucht.

Hafenschlick am Elbstrand? „Nein, natürlich nicht“, sagt Ullrich Kerz von der Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA). Vielmehr handele es sich um eine Maßnahme zum Erhalt des Elbstrands.

Neuer Sand für den Elbstrand

„Da in Teilbereichen des Nordufers ein deutlicher Abtrag des vorhandenen Strandes festgestellt wurde, spült die HPA hier mittels Hopperbagger im sogenannten Rainbow-Verfahren Sand auf und verteilt diesen anschließend mittels einer Raupe.“ Es werde ausschließlich Sand aufgespült. Dieser stammt aus dem Bereich der Unterelbe.

„Insgesamt 8000 Kubikmeter Sand werden aufgespült, auf Höhe des Strandwegs zwischen den Häusern mit den Nummern 86 bis 96“, so Kerz.

Da der Sand mit Hochdruck aus der Spritze geschossen kommt, kann es bis ans Ufer spritzen. Aber für diesen Fall hat die HPA vorgesorgt: „Um parkende Autos vor eventueller Verschmutzung zu schützen, ist im Zeitraum vom 24. Januar ab 5 Uhr bis 27. Januar um 10 Uhr eine Parkverbotszone eingerichtet.“

Elbe: 8000 Kubikmeter Sand am Strandweg aufgespült

Zur Umlagerung von mit Schadstoffen belasteten Hafenschlick gibt es auf Hamburger Landesgebiet nur eine einzige Stelle: Seit 1995 wird ein Teil des Baggerguts in den Wintermonaten zur Elbinsel Neßsand an der Hamburger Landesgrenze verbracht. Was nicht dorthin geht, wird bei dem Seezeichen Tonne E3 auf schleswig-holsteinischem Gebiet, 25 Kilometer nordwestlich von Scharhörn verklappt.

Stark mit Schadstoffen belastetes Baggergut muss aber an Land behandelt werden. Dazu betreibt die HPA seit 1993 eine „Mechanische Anlage zur Trennung von Hafensediment“ (METHA),mit der die Schadstoffe herausgefiltert werden.

( mk )