„Global Dream“

Weltgrößtes Kreuzfahrtschiff zum Schnäppchenpreis verkauft

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Die „Global Dream“ alias „Global One“ lässt Disney Cruises in Wismar im Auftrag der Papenburger Meyer-Werft als größtes Kreuzfahrtschiff der Welt bauen.

Die „Global Dream“ alias „Global One“ lässt Disney Cruises in Wismar im Auftrag der Papenburger Meyer-Werft als größtes Kreuzfahrtschiff der Welt bauen.

Foto: Imago/BildFunkMV

Disney hat sich die „Global Dream“ gesichert. Nun ist der Preis für den Riesen durchgesickert, der in Wismar fertiggestellt wird.

Hamburg. Am 17. November war der Verkauf des künftig weltgrößten Kreuzfahrtschiffs bekanntgegeben worden, nun ist auch die Kaufsumme des Deals durchgesickert: Der Disney-Konzern hat den in Wismar gebauten Riesen „Global Dream“ zum relativen Schnäppchenpreis bekommen.

Nach Informationen von Capital und Stern aus Finanzkreisen übernimmt Disney das zu drei Vierteln fertiggebaute Megaschiff, das auch unter dem Namen „Global One“ bekannt ist, für nur 40 Millionen Euro. Ursprünglich war das Schiff nach dem geplanten Fertigbau in der Werft an der Ostsee auf einen Preis von 1,8 Mrd. Euro taxiert worden.

Disney baut Kreuzfahrtschiff „Global Dream“ weiter

Disney werde das Schiff ohne Gewährleistungsansprüche übernehmen und es auf eigenes Risiko und auf eigene Kosten fertig- und umbauen. Der US-Entertainmentkonzern, der mit Disney Cruises eine große Kreuzfahrtsparte unterhält, meldete selbst – im Geschäftsverkehr eher unüblich –, dass er das Schiff „für einen günstigen Preis“ bekommen habe.

Es soll nun in Wismar für Disneys Bedürfnisse umgebaut werden, bevor die Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) die Wismarer MV Werft Anfang 2025 übernimmt.

„Global Dream“: Bürgschaft für Kreuzfahrtschiff passé?

Der Fertigbau soll unter der Regie der Papenburger Meyer-Werft stattfinden, die die Wismarer Werft vorübergehend übernimmt. Disney dürfte für den Umbau noch einmal knapp 1 Milliarde Euro investieren. Die Meyer-Werft hatte erst zu Beginn des Jahres die technisch komplizierte „Disney Wish“ an den US-Konzern ausgeliefert.

Mit dem günstigen Verkauf rückt auch ein Ausfall der Bürgschaften näher, die Bund und Land Mecklenburg-Vorpommern für den Bau des Schiffes gegeben hatten. Genting hatte für den Schiffbau Kredite über 650 Mio. Euro bei einem Konsortium aus 16 Banken aufgenommen. Die Rückzahlung dieser Kredite war zu einem großen Teil durch Bürgschaften von Bund und Land abgesichert.

( HA )