Umweltschutz

Wozu im Hamburger Hafen Unterwasser-Roboter getestet werden

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Im Hamburger Hafen sollen die Unterwasser-Roboter auf Herz und Nieren getestet werden. (Symbolbild)

Im Hamburger Hafen sollen die Unterwasser-Roboter auf Herz und Nieren getestet werden. (Symbolbild)

Foto: Imago Images

Das SeaClear-System wurde erstmals auf dem ITS-Kongress vorgestellt, nun folgt der Realversuch. Was die Technik kann.

Hamburg. Jens Meier, CEO der Hamburg Port Authority (HPA), macht keinen Hehl daraus, wie stolz er ist, dass im Hamburger Hafen eine besondere Technik erstmals zum Einsatz kommen wird. Im Hansahafen soll das SeaClear-System unter Realbedingungen getestet werden. Es besteht aus einem autonomen Schiff mit zwei Unterwasserrobotern, die Abfall unter Wasser identifizieren und sammeln können. Eine tolle Sache für den Umweltschutz, wie Meier findet.

Hafen Hamburg: Roboter sollen Müll unter Wasser sammeln

Für die Tests werden unter anderem präparierte Proben von Müllpartikeln an den Gewässergrund abgelassen. Die Aufgabe des kleinen Tauchroboters ist die Erfassung und Markierung der Funde in der zuvor erstellten Umgebungskarte.

"Obgleich wir in Hamburg nicht die Herausforderung haben, große Mengen Plastikmüll aus der Elbe bergen zu müssen, bietet der Hafen doch ideale Bedingungen für die Tests des SeaClear-Systems. Das trübe Wasser der Elbe, die Tideströmungen und auch der Schiffsverkehr stellen besondere Herausforderungen für das System dar. Für uns sind diese Tests zudem wichtige Erfahrungen beim Einsatz von autonomen Systemen“, sagt Meier.

"Freuen uns, das System im Hamburger Hafen zu testen"

Neben der HPA sind auch das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen, die Technische Universität Delft, die regionale Entwicklungsgesellschaft Dubrovnik (DUNEA), Subsea Tech SAS, die Technische Universität Cluj-Napoca, die Technische Universität München und die Universität von Dubrovnik an der Entwicklung des EU-geförderten Projekts, das autonom den Meeresboden reinigen soll, beteiligt. 2020 wurde mit der Entwicklung von SeaClear begonnen, auf dem ITS-Kongress 2021 wurde es erstmals öffentlich vorgestellt.

Nun folgt der wichtige Erstlauf unter Realbedingungen in Hamburg. "Wir freuen uns, das System erstmalig im Hamburger Hafen zu testen“, sagt Carlos Jahn, Leiter des Fraunhofer-Centers für Maritime Logistik und Dienstleistungen. "Die Ergebnisse der einwöchigen Testläufe werden unsere Entwicklungen im Bereich der Systemintegration im weiteren Projektverlauf vorantreiben.“

( ber )