Hamburger Hafen

Wird die Köhlbrandbrücke durch einen Tunnel ersetzt?

Die Köhlbrandbrücke im Hafen ist ein Wahrzeichen der Hansestadt

Die Köhlbrandbrücke im Hafen ist ein Wahrzeichen der Hansestadt

Foto: Christian Charisius / picture alliance / dpa

Hafenbehörde denkt über eine neue Lösung nach und hält Flächen frei. HPA-Chef Meier gibt einen Ausblick in Schwindel erregender Höhe.

Hamburg. Seit 43 Jahren ist die Köhlbrandbrücke eine der wichtigsten Verkehrsachsen durch den Hamburger Hafen. Doch nun scheinen die Jahre des Hamburger Wahrzeichens gezählt zu sein. In einem Ausblick auf das Hafenjahr 2018 spricht Jens Meier, Geschäftsführer der Hamburg Port Authority (HPA), davon, dass die Instandhaltunsgkosten für die Brücke über das Jahr 2030 hinaus nicht mehr wirtschaftlich seien.

"Deswegen beschäftigen wir uns seit einiger Zeit mit einer neuen Querung, entweder in der Höhe oder als Tunnelkonstruktion. Das wird im Moment gerade ermittelt", sagt Meier. Ähnliches hatte bereits die CDU in ihrem Papier "Hafen Hamburg 2030" gefordert. Flächen dafür habe die HPA bereits freigehalten, damit nach einem Beschluss zügig mit den Bauarbeiten begonnen werden könne, sagte Meier nun. Dennoch versichert der Hafenchef, der derzeit auch seine Wiederwahl als Präsident des HSV e.V. vorbereitet: "Die Köhlbrandbrücke ist in einem sehr guten Zustand."

Auch andere Hafen- und Schifffahrtskonzerne steht die Optimierung der Brücke ganz oben auf der Agenda. Wir benötigen neben der Elbvertiefung auch schnell eine höhere Köhlbrandbrücke, damit wir die großen Schiffe besser in den Hafen hineinbekommen“, hatte Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben jüngst auf dem Neujahrsempfang des Abendblatts gesagt.

Moderne IT-Systeme und neuer Mobilfunkstandard

Ein weiteres HPA-Projekt für das kommende Jahr ist derweil die effektivere Ausnutzung vorhandener Infrastrukturen mithilfe von intelligenten IT-Systemen. Bereits in der Vergangenheit habe laut Meier die Kombination von Ladungs- und Infrastrukturdaten dazu geführt, dass es im Hafen deutlich weniger Sperrzeiten und auch deutlich weniger Staus gebe,.

Außerdem testet die HPA im Hafen in diesem Jahr den neuen Mobilfunkstandard 5G, der eine deutlich höhere Geschwindigkeit der Datenübertragung und mehr Sicherheit bieten soll. Mit diesem Modellprojekt sei der Hamburger Hafen die "Testumgebung für alle europäischen Seehäfen", sagte Meier.