Hafen

Hamburger Kreuzfahrtjahr mit doppelter Queen eröffnet

"Queen Elizabeth" und "Queen Victoria" gleichzeitig im Hafen. Die Kreuzfahrtschiffe gehen auf Weltreise – ab 16.890 Euro pro Passagier.

Hamburg. Die "Queen Mary 2" gilt für die Hamburger Fans von Kreuzfahrtschiffen als das Parade-Modell, wenn es darum geht, frühmorgens den Einlauf in den Hafen zu verfolgen. Doch die beiden Schwesterschiffe "Queen Elizabeth" (Kreuzfahrtterminal Altona)und "Queen Victoria" (Terminal HafenCity) der Cunard Line sind am Freitagmorgen gegen 7 Uhr zum ersten Mal gemeinsam eingelaufen. Und auf eine solche "Premiere" schauen die Schifffahrtbegeisterten ja immer mit besonderer Freude. Allerdings war der schneematschige Januartag nicht wirklich der perfekte Zeitpunkt für die beiden "Queens". Doch das Kreuzfahrtjahr so zu eröffnen, das verheißt einiges für die kommenden Monate.

Gegen 21 Uhr sollen beide Kreuzfahrtschiffe gemeinsam auslaufen und, so der Plan, gegen 21.45 Uhr am Hotel Louis C. Jacob vorbeifahren.

Beide Schiffe sollen auch gemeinsam wieder aus dem Hamburger Hafen hinausfahren. Die Kreufahrer gehen auf Weltreisen. Laut Mitteilung von Cunard wird die "Queen Elizabeth" eine 126-tägige Tour um den Globus am 12. Mai wieder in Hamburg beenden. Die "Queen Victoria" wird 123 Tage unterwegs sein und am 10. Mai in Southampton anlegen. Eine Weltreise dieser Art kostet ab 16.890 Euro.

Erste Kapitänin auf Kreuzfahrtschiff bei Cunard

Auf eine weitere Besonderheit weist die Reederei bei der "Queen Elizabeth" hin. Inger Thorhauge sei die erste Frau in der 176-jährigen Geschichte Cunards, die zum Kapitän ernannt worden sei, pardon: Kapitänin.117 deutsche Passagiere hätten die gesamte Weltreise gebucht. 800 Gäste gingen auf eine der "Weltentdeckerreisen" mit speziellen Zielen.

Unterdessen hat der Naturschutzbund (Nabu) vor den gesundheitlichen Gefahren der Schiffsabgase gewarnt. Kreuzfahrtschiffe hätten den Energiebedarf einer Kleinstadt mit 20.000 Einwohnern, sagte der Nabu-Umweltexperte Malte Siegert. Kaum eines der anfahrenden Kreuzfahrtschiffe verfüge über angemessene Abgastechnik. Durch die citynahe Lage der Kreuzfahrtterminals würden die schädlichen Abgase direkt in die Wohngebiete gelangen. Die neuen Landstrom-Anlagen in Altona und der Hafencity funktionierten nur am Kai, nicht aber im Hafen und auf der Fahrt zur Elbmündung.

Hamburger Hafen: Der Kalender der Kreuzfahrtschiffe 2016

Die Hamburger Terminals rechnen 2016 mit insgesamt 160 Kreuzfahrtanläufen, vier mehr als 2015. Die Zahl der Passagiere soll um 135.000 auf rund 661.000 steigen. Die häufigsten Gäste werden die Schiffe von AIDA Cruises sein.