Girokonto-Vergleich

Dispokredit: Diese Bedingungen müssen erfüllt sein

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Ein Dispositionskredit ist eine von Seiten der Bank aus genehmigte Überziehung des Girokontos. Wer kann ihn eigentlich beanspruchen?

Hamburg. Jeder Verbraucher ist sicherlich schon einmal in die Situation geraten, Geld auszugeben, das er eigentlich gar nicht hat. Viele Banken bieten ihren Kunden für diese besonderen Fälle einen Dispositionskredit an, um kurzzeitig liquide zu sein. Aber nicht jeder Kunden erhält einen derartigen Kurzkredit.

Vorab einen Girokonto-Vergleich durchführen

Prinzipiell erhalten alle Kunden einen Dispositionskredit auf ihrem Girokonto eingeräumt, bei denen von der Bonität her nichts gegen einen solchen spricht. Allerdings müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein, damit diese Bonität auch gegeben ist.

Bankkunden dürfen beispielsweise keinen negativen Schufa-Eintrag haben - ein Tipp: Bevor man seine Bank wegen eines Dispokredits anfragt, sollte man seinen aktuellen Schufa-Eintrag einsehen. Einmal im Jahr steht jedem Verbraucher eine kostenlose Einsicht zur Verfügung (wir berichteten).

Auch sollte man über ein regelmäßiges Einkommen verfügen, falls man einen Dispokredit erhalten möchte. Einige Banken richten einen Dispokredit bis zum dreifachen Netto-Monatsgehalt. Verbraucher sollten diesen aber nicht ausreizen oder langfristig als Geldquelle nutzen, denn Dispositionskredite sind äußert teuer - Dispozinsen bis zu 14 Prozent sind keine Seltenheit.

Manche Banken richten direkt bei Girokontoeröffnung einen Dispokredit ein - wer diesen nicht möchte, muss dann widersprechen. Einige Banken, die direkt ihrem Kunden eine betraglich begrenzte Überziehungsmöglichkeit bieten, sind beispielsweise Direktbanken wie die ING Diba, die DKB oder die Comdirect Bank.

Das sollte man wissen: Für die Überziehung des Kontos dürfen Banken kein Bearbeitungsentgelt erheben. Und die fälligen Dispozinsen werden meist zu Quartalsende per Lastschrift vom Girokonto abgebucht.