Frankfurt/Main. Der Dax ist am Dienstag nah an der Marke von 16.000 Punkten geblieben. Vor den im Wochenverlauf erwarteten Inflationssignalen aus der Eurozone und den USA herrschte unter den Anlegern Zurückhaltung. Der deutsche Leitindex kam letztlich auf ein Plus von 0,16 Prozent auf 15.992,67 Punkte. Der MDax gab dagegen um 0,41 Prozent auf 26.007,22 Zähler nach.

Der Dax ist am Dienstag nah an der Marke von 16.000 Punkten geblieben. Vor den im Wochenverlauf erwarteten Inflationssignalen aus der Eurozone und den USA herrschte unter den Anlegern Zurückhaltung. Der deutsche Leitindex kam letztlich auf ein Plus von 0,16 Prozent auf 15.992,67 Punkte. Der MDax gab dagegen um 0,41 Prozent auf 26.007,22 Zähler nach.

Das erneute Überwinden der 16.000-Punkte-Hürde und ein Weiterlaufen der Jahresendrally wird am Markt als „gut möglich“ angesehen. Seit dem Zwischentief im Oktober hat der Dax in der Spitze schon fast zehn Prozent gewonnen. Sein Jahresplus hat er mittlerweile auf fast 15 Prozent ausgebaut.

Wachstumsziele von RWE beflügeln den Kurs

Eine Stütze für den Dax waren die Papiere von RWE, die an die Dax-Spitze um drei Prozent anzogen. Erstmals seit August kratzten sie wieder am Kursniveau von 40 Euro. Ein milliardenschwerer Investitionsschub und neue Mittelfristziele haben die Anleger überzeugt. Gut an kam auch, dass die Dividende jährlich um fünf bis zehn Prozent steigen soll.

Infineon stiegen als zweitstärkster Dax-Wert um zwei Prozent. Zum Chiphersteller äußerte sich Jefferies-Analyst Janardan Menon mit einer Kaufempfehlung optimistischer als bisher. Infineon verfüge über das führende Portfolio im Automotive-Bereich und dürfte seine Marktanteile ausbauen. Abseits des Autogeschäfts böten die Bereiche Alternative Energien und Datenzentren reichlich Wachstumspotenzial.

Am unteren Indexende standen die bislang drei größten Dax-Verlierer in diesem Jahr: Zalando, Bayer und Siemens Energy. Deren Aktien sackten um bis zu 5,4 Prozent ab. Im Falle von Bayer näherte sich der Kurs der 30-Euro-Marke, die letztmals 2005 unterschritten wurde. Die Aktie findet nach einem Rückschlag mit dem Pharma-Hoffnungsträger Asundexian weiter keinen Halt.

Im MDax gewannen Freenet gut ein Prozent, während sich die Titel der O2-Mutter Telefonica Deutschland unverändert zeigten. Das „Handelsblatt“ berichtete von einer möglichen Partnerschaft. Demnach könnte die Discountmarke von Freenet, Klarmobil, bald auch Tarife auf Basis der O2-Infrastruktur verkaufen.

Auf europäischer Bühne schloss der Leitindex EuroStoxx 0,2 Prozent tiefer bei 4348,02 Punkten. Leichte Verluste gab es dabei an den Länderbörsen in Paris und London. In New York allerdings verbuchten die wichtigsten Indizes Gewinne. Laut dem CMC-Markets-Experten Konstantin Oldenburger freuen sich die Anleger an der Wall Street über die Shopping-Laune, die US-Verbraucher derzeit im Weihnachtsgeschäft zeigten.

Der Euro stieg am Nachmittag erstmals seit August über die Marke von 1,10 US-Dollar. Zuletzt wurden 1,1004 Dollar für die Gemeinschaftswährung bezahlt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor etwas niedriger auf 1,0949 (Montag: 1,0951) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9133 Euro gekostet.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 2,66 Prozent am Vortag auf 2,56 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,37 Prozent auf 124,35 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,36 Prozent auf 131,86 Punkte zu.