Hamburg. Die Currywurst wird dem Zeitgeist angepasst, es gibt sie zunehmend in Veggie-Variante. Wie Hamburger Firmen es halten.

Als VW vor zwei Jahren ankündigte, die Currywurst aus dem Speiseplan der Kantine im Wolfsburger Markenhochhaus zu nehmen, gab es einen prominenten Deutschen, dem das alles andere als Wurst war. Gerhard Schröder äußerte seinen Unmut unverhohlen: „Wenn ich noch im Aufsichtsrat von VW säße, hätte es so etwas nicht gegeben“, stellte der Altkanzler klar, gab zwar zu, „vegetarische Ernährung ist gut, ich selbst mache das phasenweise auch“, fand aber, dass der Autobauer mit dem Aus für das Gericht entschieden zu weit gehe. Auf die rhetorische Frage: „Ob die Beschäftigten bei VW das wirklich wollen?“ gab der SPD-Politiker gleich selbst die Antwort: „Currywurst mit Pommes ist einer der Kraftriegel der Facharbeiterin und des Facharbeiters in der Produktion. Das soll so bleiben.“