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GameStop in Hamburg: Schließen diese Filialen?

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Die Technik-Kette GameStop prüft Standorte in Hamburg.

Die Technik-Kette GameStop prüft Standorte in Hamburg.

Foto: picture alliance

Nach Media Markt und Saturn könnte eine weitere Technik-Kette schrumpfen. GameStop prüft Standorte in Hamburg.

Hamburg.  Nach dem Aus mehrerer Elek­tronikläden wie Conrad und dem Ausdünnen des Filialnetzes von Media Markt und Saturn stellt nun eine weitere Technik-Kette ihre Shops auf den Prüfstand: GameStop, ein Anbieter von Computerspielen. Bundesweit sind Hunderte Filialen der weltweit tätigen Gruppe bedroht, in einigen Städten wie Unna oder Herne laufen die Räumungsverkäufe schon länger.

In Hamburg hatte GameStop in den vergangenen Jahren mehrere Filialen eröffnet, etwa in der Europa Passage, in der Hamburger Meile, dem Wandsbek Quarree, in Harburg oder im Billstedt Center. „Mit GameStop laufen derzeit Gespräche zu den verschiedenen Standorten, es steht also noch nicht fest, ob und wenn ja, welche Filialen in Hamburg gegebenenfalls nicht weiterbetrieben werden“, heißt es auf Anfrage des Abendblatts von der Hamburger ECE, dem Betreiber mehrerer Shoppingcenter.

Technik-Handelskette in Hamburg: Schließen diese Filialen?

GameStop selbst wollte sich zu den möglichen Schließungen gegenüber dem Abendblatt nicht äußern. In verschiedenen Medien heißt es derweil, dass mindestens die Hälfte aller Läden geschlossen wird. Der Grund für das schrumpfende Filialnetz dürfte laut Marktkennern in der Konkurrenz durch Onlineanbieter liegen: Früher kauften die Kunden ihre Videospiele im stationären Handel, weil die Qualität zum Herunterladen der oft grafisch sehr komplexen Spiele nicht ausreichte. Mit den immer leistungsfähigeren Internetanschlüssen indes können sich Spieler heute den Gang in die Läden sparen – und direkt im Netz zugreifen.

Hier wiederum machen große Verkaufsplattformen wie Steam oder goc.com dem Unternehmen GameStop das Leben schwer. Gerade im Netz locken zudem oft hohe Rabatte – und noch ein weiterer Vorteil: Eine im Geschäft gekaufte CD mit Spielen kann beschädigt und nicht lesbar sein, online gekaufte digitale Inhalte dagegen bergen dieses Risiko nicht. Für Game­Stop blieb angesichts dieser Entwicklung meist nur der Verkauf von Figuren aus den Fantasy- oder Abenteuerspielen. Aber auch diese werden immer häufiger im Internet angeboten.

( mw )

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