Preiserhöhungen

Lieferungen eingestellt: Coca-Cola wird bei Edeka knapp

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Markus Mosa ist Chef des Edeka-Verbunds. Die Supermarktkette legt sich mit dem US-Konzern an – das hat Folgen.

Markus Mosa ist Chef des Edeka-Verbunds. Die Supermarktkette legt sich mit dem US-Konzern an – das hat Folgen.

Foto: Roland Magunia

Preiserhöhungen sorgen für Streit zwischen der deutschen Supermarktkette und dem US-Konzern. Auch früher gab es schon Konflikte.

Hamburg.  Wer in Hamburg Coca-Cola, Fanta oder Apollinaris im Edeka-Markt um die Ecke kaufen will, könnte in den nächsten Tagen vor leeren Regalen stehen. Erneut sorgt ein Preisstreit zwischen Deutschlands größter Supermarktkette und einem Markenhersteller für einen Lieferstopp. Der Getränkehersteller hatte vor Wochen angekündigt, die Preise für alle Produkte zum September vorzeitig zu erhöhen.

Laut Lebensmittelzeitung geht es um einen Betrag „im höheren einstelligen Prozentbereich“. Der Edeka-Verbund, der seinen Hauptsitz in Hamburg hat, will die Forderungen offenbar nicht akzeptieren und beklagt den Informationen zufolge eine „einseitig verkündete Preiserhöhungsforderung von Coca-Cola, deren Höhe jeglichen sachlichen Grundlagen entbehrt“. Die Folge: Seit vergangener Woche liefert Coca-Cola nicht mehr. Auf Abendblatt-Anfrage wollte sich Edeka dazu nicht äußern.

Edeka: Schon früher gab es Streits mit Produzenten

Bei Hamburger Edeka-Händlern hört man, dass sich der Lieferstopp inzwischen in den Märkten bemerkbar macht. Es es nicht das erste Mal, dass die mächtige Handelskette die Muskeln spielen lässt und mit internationalen Produzenten über Preissteigerungen feilscht. Mit drastischen Folgen bis zu Lieferstopps und Auslistungen. Betroffen waren unter anderem Produkte von PepsiCo (Pepsi, Lay’s), Kosmetikartikeln von L’Oreal (Garnier, Sante) oder Hygienepapiere von Essity (Tempo, Zewa).

Zuletzt war der Streit mit dem US-Konzern Mondelez (Milka, Philadelphia) erneut eskaliert. In der Regel dauert es einige Wochen, dann kommt die Einigung – und die Regallücken füllen sich wieder. Angesichts der Inflation und massiv steigender Preise werden die Machtkämpfe aber zunehmend härter. Mit Mondelez hat sich Edeka nach Abendblatt-Informationen gerade erst wieder geeinigt, zum zweiten Mal in diesem Jahr.

( mik )

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