Hamburger Unternehmen

Jungheinrich expandiert – und baut neues Werk in Tschechien

Lars Brzoska ist seit September 2019 Vorstandsvorsitzender der Jungheinrich AG.

Lars Brzoska ist seit September 2019 Vorstandsvorsitzender der Jungheinrich AG.

Foto: Andreas Laible / FUNKE Foto Services

Die Schubmaststaplerproduktion im Werk in Norderstedt soll ab 2023 in das neue Werk verlegt werden. Sind Arbeitsplätze in Gefahr?

Hamburg. Der Hamburger Gabelstaplerhersteller Jungheinrich expandiert. 350 Arbeitsplätze sollen in einem neuen Werk in Tschechien entstehen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Von 2023 sollen in Chomutov vor allem sogenannte Schubmaststapler gefertigt werden. „Jungheinrich erweitert sein Produktionsnetzwerk mit dem Ziel, der anhaltend stark wachsenden Nachfrage nach seinen Flurförderzeugen in Zukunft gerecht zu werden“, hieß es in der Mitteilung. „Grund für die Wahl des Standortes Chomutov ist seine Lage im Zentrum Europas und die sehr gute logistische Anbindung.“

Die gegenwärtige Schubmaststaplerproduktion im Werk im schleswig-holsteinischen Norderstedt soll ab 2023 nach und nach an den neuen Standort Chomutov verlagert werden. Damit sei aber kein Arbeitsplatzabbau in Norderstedt verbunden, sagte ein Unternehmenssprecher. Für die verlagerte Sparte kämen neue Kapazitäten an den Standort, etwa für Kommissionierfahrzeuge.

Jungheinrich expandiert und sucht weitere Beschäftigte

Jungheinrich beschäftigt in Norderstedt rund 1500 Menschen, im Großraum Hamburg sind es insgesamt gut 3600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Konzernweit ist das international tätige Unternehmen auf der Suche nach weiteren Beschäftigten, sagte der Sprecher.

Zuletzt hatte Jungheinrich erhebliche Wachstumsraten gemeldet. Der Konzernüberschuss wuchs im dritten Quartal um 70 Prozent auf 62,5 Millionen Euro. Bis 2025 soll der organische Konzernumsatz auf 5,5 Milliarden Euro wachsen. In der vor einem Jahr vorgestellten Strategie hatte das Management 4,6 Milliarden Euro angestrebt.

( mw )

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