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Die Geschichte des A380 nähert sich ihrem Ende

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Der A380 im orangefarbenen Schildkrötenlook erhielt seine auffallende Lackierung auf Finkenwerder. Nun flog die All Nippon-Airways-Maschine nach Tokio.

Der A380 im orangefarbenen Schildkrötenlook erhielt seine auffallende Lackierung auf Finkenwerder. Nun flog die All Nippon-Airways-Maschine nach Tokio.

Foto: Airbus S.A.S. 2020

Mit All Nippon Airways hat die vorletzte Fluglinie ihren Riesen-Airbus abgeholt. Wer die letzten drei A380 bekommt – und wann.

Hamburg.  Das Design gehört zu den auffälligsten in der Luftfahrt. Meeresschildkröten zieren die drei Flieger vom Typ A380 der japanischen Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA). Rund 3300 Liter Farbe wurden in der Lackiererei von Airbus auf Finkenwerder pro Maschine auf den Rumpf gesprüht. 21 Tage dauerte die Bemalung. In Blau, Türkis und Orange soll das größte Passagierflugzeug der Welt um den Globus fliegen – wegen der Corona-Pandemie hoben die Riesen-Airbusse in den vergangenen Monaten aber nur vereinzelt ab.

Die dritte, in Orange lackierte Maschine wurde offiziell zwar schon vor fast einem Jahr vom Flugzeugbauer an die Japaner ausgeliefert. Seitdem stand sie aber geparkt in Toulouse auf dem Flughafen. Das hat sich nun geändert. Am Freitagabend hob der für 520 Passagiere ausgelegte Jet zum knapp zwölfstündigen Überführungsflug nach Tokio ab. Das zeigen Daten von Flugradaranbietern und berichten mehrere Branchenportale.

Luftfahrt: A380 für Strecke nach Honolulu im Einsatz

ANA will den A380 vor allem auf der Strecke nach Honolulu einsetzen. Auf Hawaii werden die bis zu 185 Kilogramm schweren und vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten von den Ureinwohnern „Honu“ genannt. Die Piloten sollen abwechselnd den Verkaufsschlager A320, der zu mehr als der Hälfte in Hamburg endmontiert wird, und den A380 fliegen, twitterte Airbus.

All Nippon Airways ist die vorletzte Fluglinie, die den A380 erhält. Im Auftragsbuch von Airbus stehen noch drei weitere Maschinen des Typs, die alle an den Hauptkunden Emirates gehen sollen. Die 123. und letzte Auslieferung an die arabische Airline ist in diesem November geplant und dürfte – wie alle Auslieferungen an Kunden in Europa (außer Frankreich) und dem Mittleren Osten – auf Finkenwerder erfolgen.

Luftfahrt: Keine neuen Abnehmen für A380

Der DAX-Konzern hatte 2019 beschlossen, die Fertigung des Fliegers einzustellen. Für den vierstrahligen Jet mit entsprechend hohem Spritverbrauch fanden sich keine neuen Abnehmer. Mit Beginn des Winterflugplans am 31. Oktober wird Emi­rates mit dem A380 wieder regelmäßig von Dubai nach Fuhlsbüttel fliegen.

( woh )

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