Einzelhandel Hamburg

Gewerkschaft Ver.di erwartet baldigen Tarifabschluss

Heike Lattekamp – hier an der Spitalerstraße – ist Verhandlungsführerin der Gewerkschaft Ver.di.

Heike Lattekamp – hier an der Spitalerstraße – ist Verhandlungsführerin der Gewerkschaft Ver.di.

Foto: Andreas Laible / HA

Vorbild für Hamburg könnte ein frisch ausgehandelter Abschluss in Hessen sein: Was das für die rund 70.000 Beschäftigten heißen würde.

Hamburg.  In Hamburg ist eine Einigung im Tarifkonflikt für den Einzelhandel in Sicht. Am 18. Oktober treffen sich Gewerkschaften und Arbeitgeber zur nächsten Verhandlungsrunde. Und dabei, sagte jetzt Heike Lattekamp von der Gewerkschaft Ver.di auf Abendblatt-Anfrage, erwarte sie einen ähnlichen Abschluss wie das jetzt in Hessen ausgehandelte Ergebnis.

Die Beschäftigten im hessischen Einzel- und Versandhandel erhalten nach Angaben von Ver.di schon bald mehr Geld: So sollen die Gehälter rückwirkend zum 1. August um 3,0 Prozent und zum 1. April 2022 um weitere 1,7 Prozent angehoben werden.

Einzelhandel Hamburg: Tarifvertrag könnte bis Ende März 2023 laufen

Vereinbart worden sei ferner, die Ausbildungsvergütungen in beiden Tarifjahren in allen drei Ausbildungsjahren um 30 Euro anzuheben. Der Tarifvertrag habe eine Laufzeit bis zum 31. März 2023, hieß es aus Frankfurt weiter.

Nach Angaben von Heike Lattekamp verdient eine Verkäuferin in Hamburg derzeit nach mehreren Berufsjahren 2700 Euro. Die in der Verhandlungsrunde ausgehandelten stärkeren Zuwächse um drei Prozent sollen vorrangig die unteren Einkommensgruppen besser stellen.

Verhandlungen laufen seit einem halben Jahr

Die Tarifparteien in Hessen hatten sich nach fast sechsmonatigen Verhandlungen auf einen Tarifabschluss geeinigt. Traditionell werden im Handel dann bundesweit ähnliche Abschlüsse getroffen, sagte Heike Lattekamp. In Hamburg gibt es im Einzel- und Versandhandel nach Gewerkschaftsangaben rund 70.000 Beschäftigte.

( mw )

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