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Umbauplan: Konzern zeigt sich kompromissbereit

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Airbus signalisiert nach Gesprächen mit Betriebsrat und IG Metall Kompromissbereitschaft (Symbolbild).

Airbus signalisiert nach Gesprächen mit Betriebsrat und IG Metall Kompromissbereitschaft (Symbolbild).

Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen

Der Hamburger Flugzeugbauer spricht von einer „konstruktiven Atmosphäre“ in den Gesprächen mit Betriebsrat und Gewerkschaft.

Hamburg.  In den Streit um die geplante Ausgliederung von Bestandteilen der Airbus-Flugzeugrumpf-Produktion auch am Standort Hamburg und den möglichen Verkauf von Standorten der Zuliefer-Tochter Premium Aerotec Group (PAG) kommt Bewegung. Nach jüngsten Gesprächen mit dem Betriebsrat und der IG Metall signalisiert nun auch Airbus Kompromissbereitschaft.

„Wir bestätigen, dass die Gespräche am Dienstag in konstruktiver Atmosphäre verlaufen sind und dass wir gemeinsam mit unseren Sozialpartnern eine tragfähige Gesamtlösung für die Gründung des neuen Sektionsmontage-Unternehmens und für die Zukunft des Einzelteilgeschäfts finden wollen“, sagte ein Firmensprecher auf Abendblatt-Anfrage.

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„Dies betrifft die Bereiche Ausgliederung, mögliche Investoren und Standorte“, so der Sprecher. „Um dieses Ziel zu erreichen, nehmen wir uns die nötige Zeit, die eine nachhaltige Lösung für das Einzelteilgeschäft benötigt, und werden den ursprünglichen Starttermin 1. Januar 2022 entsprechend anpassen.“

Am 9. November werde man sich zu weiteren Gesprächen treffen „und in der Zwischenzeit in kleineren Arbeitsgruppen Lösungen erarbeiten.“ Zuvor hatte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste und Verhandlungsführer der Gewerkschaft, nach Abschluss der dritten Gesprächsrunde von „ersten Fortschritten in den Tarifverhandlungen“ gesprochen. „Die Warnstreiks haben Wirkung gezeigt, denn wir sind im Verhandlungsmodus angekommen“, hatte Friedrich gesagt.

12.000 Mitarbeiter von Airbus bei Warnstreik

In Hamburg sollen den Plänen zufolge rund 4000 Airbus-Beschäftigte, die Rumpfsektionen montieren, in eine neue Konzerntochter wechseln. Das Einzelteilegeschäft, für das ein Investor gefunden werden soll, umfasst hingegen das PAG-Werk Varel sowie Teile des PAG-Werks in Augsburg mit zusammen 3500 Beschäftigten.

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Aus Protest gegen die Pläne waren am 17. September bundesweit mehr als 12.000 Mitarbeiter von Airbus und PAG in einen knapp eintägigen Warnstreik getreten. Betroffen waren Airbus-Standorte in Hamburg, Stade, Bremen und Buxtehude.

( v.m. )

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