Warnstreik

Konzernumbau: Airbus und IG Metall wollen wieder verhandeln

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IG Metall-Bezirksleiter Daniel Friedrich spricht am Freitag vor einer Woche auf einer Kundgebung in Hamburg-Finkenwerder vor dem Airbus-Werkstor. An dem Warnstreik beteiligten sich deutschlandweit rund 12.000 Beschäftigte

IG Metall-Bezirksleiter Daniel Friedrich spricht am Freitag vor einer Woche auf einer Kundgebung in Hamburg-Finkenwerder vor dem Airbus-Werkstor. An dem Warnstreik beteiligten sich deutschlandweit rund 12.000 Beschäftigte

Foto: Markus Scholz / dpa

Nach Warnstreik mit 12.000 Beteiligten könnte Bewegung in die Auseinandersetzung kommen. 4000 Beschäftige in Hamburg betroffen.

Hamburg.  Am vergangenen Freitag traten bundesweit gut 12.000 Beschäftigte von Airbus und der Tochter Premium Aerotec wegen des geplanten Konzernumbaus in den Warnstreik. Im Hamburger Werk beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 1000 Beschäftigte an einer Kundgebung, die Arbeit wurde für etwa 20 Stunden niedergelegt. Zuvor waren die Gespräche der Arbeitnehmer mit dem Management vorübergehend gestoppt worden – doch nun sollen sie wieder aufgenommen werden.

Die Verhandlungen über die künftige Struktur von Airbus Operations und Premium Aerotec sollen am nächsten Dienstag in Hamburg mit der dritten Runde weitergehen, teilte die IG Metall am Freitag mit. „Wir gehen davon aus, dass das Signal der Warnstreiks bei Airbus angekommen ist“, sagte

Airbus: Rund 4000 Hamburger Beschäftigte sollen wechseln

Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste und Verhandlungsführer. „Die Geschäftsführung muss den Weg für eine gemeinsame Lösung freimachen. Wir sind bereit für gute Lösungen im Sinne der Beschäftigten, wir fürchten aber auch die weitere Eskalation nicht.“

Das Unternehmen begrüßte die Rückkehr an den Verhandlungstisch. „Wir wollen unser industrielles System für die Zukunft stark machen – gemeinsam mit unseren Beschäftigten und den Arbeitnehmervertretern – und nur am Verhandlungstisch können wir eine Lösung finden“, sagte ein Airbus-Sprecher. Es habe bereits einige Treffen mit den Sozialpartnern gegeben, in denen man Analysen und Informationen geteilt haben, so der Sprecher: „In diesem Sinne wollen wir die Verhandlungen auch fortführen.“

Der Flugzeugbauer sieht die Flugzeugstruktur wieder als Kernaktivität an. Daher will er die Fertigung der Rumpfabschnitte von Premium Aerotec zurück in den Konzern holen, genauso wie die Struktur- und Ausrüstungsmontage anschließend aber in eine neue Aerostructure-Tochter ausgliedern. In Hamburg sollen rund 4000 Beschäftigte von Airbus Operations dorthin wechseln. Die IG Metall will deren Ansprüche sichern und einen Sozialtarifvertrag abschließen.

( woh )

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