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Hamburg: So teuer ist Wohnen für Studenten

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Wohnen wird für Studenten immer teurer - auch in Hamburg (Symbolbild).

Wohnen wird für Studenten immer teurer - auch in Hamburg (Symbolbild).

Foto: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod

Laut einer Studie sind die Mieten in vielen Städten für Studierende weiter gestiegen. Wie die Hansestadt im Vergleich abschneidet.

Hamburg.  Studenten müssen für eine eigen Wohnung oder ein WG-Zimmer immer mehr Geld ausgeben. Nach einer Studie der Finanzberatung MLP und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sind die durchschnittlichen Mieten für Studenten an 19 von 30 untersuchten Hochschulstandorten auf bereits hohem Niveau weiter gestiegen.

Im Schnitt lagen die Preise laut MLP um 1,8 Prozent über dem Vorjahr. Spitzenreiter bei den Steigerungen waren Freiburg, Berlin und Konstanz mit Raten von 5,9 Prozent, 5,4 Prozent und 4,2 Prozent. Der teuerste Studienort bleibt München. Dort kostet eine studentische Musterwohnung aktuell 802 Euro, gefolgt von Stuttgart (750 Euro) und Köln (663 Euro). In Hamburg werden im Schnitt 595 Euro fällig, ein WG-Zimmer gibt es in der Hansestadt für 369 Euro.

Wohnung mieten: Magdeburg am günstigsten

Am günstigsten wohnen die Studenten hingegen in den ostdeutschen Städten Magdeburg (289 Euro), Leipzig (355 Euro) und Greifswald (382 Euro). Für die studentische Musterwohnung wurden bei einer „normalen“ Ausstattung unter anderem eine Wohnfläche von 30 Quadratmetern und eine Lage in direkter Umgebung zur nächstgelegenen Hochschule unterstellt.

Neben den reinen Mietkosten wurden auch Wohnnebenkosten in Höhe von 20 Prozent mit einkalkuliert; die ausgewiesenen Mieten sind also Warmmieten. Für den BAföG-Wohnzuschlag von maximal 325 Euro können sich Studierende einzig in Magdeburg eine Musterwohnung leisten.

Kosten für Studenten werden weiter steigen

Und die Kosten dürften weiter zulegen: Denn mit einer steigenden Impfquote und Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens sei mit größeren Nachholeffekten zu rechnen – etwa durch Studierende, die ihren Studienstart wegen Corona aufgeschoben hätten, heißt es in der Analyse.

„Zudem dürfte die anlaufende Präsenzlehre dazu führen, dass viele Studierende, die bislang aus dem Elternhaus heraus studiert haben, in die Hochschulstädte ziehen möchten. Es wird höchste Zeit, für mehr bezahlbaren Wohnraum für die Studierenden zu sorgen“, so MLP-Chef Uwe Schroeder-Wildberg.

( HA )

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