Tarifkonflikt

Bauarbeiter drohen mit Ausstand in Hamburg

In der Bauindustrie sind die Tarifverhandlungen festgefahren (Symbolbild).

In der Bauindustrie sind die Tarifverhandlungen festgefahren (Symbolbild).

Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Britta Pedersen

Gewerkschaft IG Bau erhöht den Druck bei Tarifverhandlungen. „Das ist die letzte Chance am Verhandlungstisch", warnt Grundmann.

Hamburg.  Es ist eine letzte Warnung an die Arbeitgeber in der Bauindustrie: In den festgefahrenen Tarifverhandlungen für die Branche erhöht die Gewerkschaft IG Bau (Bauen, Agrar, Umwelt) den Druck. Zeitgleich zur fünften Verhandlungsrunde über einen neuen Tarifvertrag für das Bauhauptgewerbe in Berlin, werden am heutigen Mittwoch gut 100 Beschäftigte von Unternehmen aus Hamburg und der Region vor einer Baustelle im Stadtteil Horn für eine bessere Bezahlung demonstrieren.

„Das ist die letzte Chance am Verhandlungstisch. Sollte die scheitern, gibt es noch den Versuch einer Schlichtung. Danach könnte es auch in unserer Region bald zu Arbeitsniederlegungen auf dem Bau kommen“, sagt André Grundmann, Chef der IG Bau Nord.

Gewerkschaft IG Bau fordert Lohnangleichung

Die Gewerkschaft fordert in der seit Mai laufenden Tarifrunde für bundesweit 890.000 Beschäftigte ein Einkommensplus von 5,3 Prozent. Zudem sollen sie eine Entschädigung für die häufig langen Wegezeiten zu den Baustellen erhalten, die Löhne in den ostdeutschen Bundesländern sollen an die im Westen angeglichen werden. In allen drei Punkten müssten sich die Arbeitgeber bei den Verhandlungen bewegen, um keinen „heißen Herbst“ zu riskieren.

( HA )

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