Tarifkonflikt

Warnstreik bei Ikea für mehr Lohn – auch in Hamburg

Im festgefahrenen Tarifstreit im Einzelhandel kommt es immer wieder zu Warnstreiks (Archivbild).

Im festgefahrenen Tarifstreit im Einzelhandel kommt es immer wieder zu Warnstreiks (Archivbild).

Foto: Paul Zinken / dpa

Die Tarifverhandlungen sind seit Monaten festgefahren. 40 Teilnehmer bei der Aktion in Altona. Insgesamt schon 31 Filialen beteiligt.

Hamburg.  In der festgefahrenen Tarifauseinandersetzung im Einzelhandel hat die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di die Hamburger Beschäftigten des Möbelkonzerns Ikea am Dienstag zu einem Warnstreik aufgerufen. Zentraler Ort des Ausstands war der Standort Altona.

Am Vormittag hatten sich nach Gewerkschaftsangaben vor dem Gebäude etwa 40 Teilnehmer, die teilweise auch aus den Ikea-Filialen in Moorfleet und Schnelsen gekommen waren, mit Transparenten versammelt, um ihren Forderungen nach mehr Gehalt Nachdruck zu verleihen. Zu größeren Einschränkungen des Geschäftsbetriebs kam es nicht.

Insgesamt schon 31 Ikea-Filialen an Streiks beteiligt

Die Aktion war Teil eines bundesweiten Streiktags. Ver.di fordert unter anderem Gehaltserhöhungen um 4,5 Prozent plus 45 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und einen Mindestlohn von 12,50 Euro pro Stunde im Einzelhandel. Das Tarifangebot der Arbeitgeber sieht Entgelterhöhungen von insgesamt 4,4 Prozent für 36 Monate vor.

Bereits in den vergangenen Monaten haben sich 31 von 54 Einrichtungshäusern an Streiks beteiligt. Grund für die hohe Aktionsbereitschaft ist laut Ver.di auch die geringe Bereitschaft des Möbelkonzerns, im derzeit stattfindenden digitalen Transformationsprozess auf seine Beschäftigten zuzugehen und einen Zukunftstarifvertrag abzuschließen.

( mik )

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