„Sea Me“

Hamburger bieten Spülmittel in der Mehrwegflasche an

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Sea-Me-Gründer Lars Buck bietet jetzt auch Spülmittel in Mehrwegflaschen an.

Sea-Me-Gründer Lars Buck bietet jetzt auch Spülmittel in Mehrwegflaschen an.

Foto: Sea Me

Das Start-up Sea Me weitet seine Produktpalette aus. Was in den Glasflaschen steckt und wo sie zu kaufen sind.

Hamburg. Kurz vor Weihnachten 2020 schaffte Sea Me den Sprung in erste Geschäfte. Das Hamburger Start-up stellt Desinfektionsmittel und Seife her, die in Glasflaschen verkauft werden – und erhielt als erstes Non-Food-Produkt überhaupt das Extrasiegel Mehrweg für die Umwelt. Seit Kurzem ist nun ein weiterer Artikel hinzugekommen. Es gibt jetzt auch ein Spülmittel, das laut dem Unternehmen mit Sitz auf der Reeperbahn Meeresmineralien enthalten und nach Zitronenthymian duften soll. Es sei vegan, frei von Parabenen, Silikonen und komme ohne Mikroplastik sowie ohne Plastikkappe aus. Die Dosierung erfolgt mithilfe eines Verschlusses aus gemahlenen Naturkorkstücken.

Das Spülmittel sei in mehr als 80 Läden in der Metropolregion erhältlich, darunter viele Budnikowsky-Filialen, ausgewählte Edeka-Geschäfte sowie die Hobenköök-Markthalle, heißt es. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 4,99 Euro für 250 Milliliter plus 50 Cent Pfand. Ähnlich wie bei der Seife (5,49 Euro) und dem Desinfektionsgel (7,49 Euro) sind Konkurrenzprodukte deutlich günstiger – aber offenbar kommen die Produkte bei den Kunden an.

Sea-Me-Flaschen werden bis zu 20-mal wiederverwendet

„Wir sind mit der Dynamik und Entwicklung von Sea Me sehr zufrieden“, teilte das Start-up auf Anfrage mit, das im Herbst 2019 vom Unternehmensberater Lars Buck gegründet wurde. Er wollte etwas gegen den Verpackungsmüll unternehmen. Der Name soll zum einen den Bezug zur Verschmutzung der Meere (englisch sea) mit Plastik herstellen, zum anderen darauf hinweisen, dass es um mich (englisch me) geht, also jeder etwas tun kann.

Derzeit befinde man sich aktiv in Gesprächen, die Verfügbarkeit von Sea Me national zu erweitern, hieß es. Mehrere Zehntausend Flaschen sind laut Firma bisher in Umlauf gebracht worden. Weil die Flaschen – anders als für Bier oder Saft – mehrere Wochen im Einsatz seien, komme so langsam auch das Leergut zurück. Dieses werde durch die Handelspartner nun wieder eingesammelt. Die Flaschen aus süddeutscher Herstellung werden gereinigt und sollen bis zu 20-mal verwendet werden können.

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