Sparprogramm

Die Commerzbank schließt elf Filialen in Hamburg

| Lesedauer: 2 Minuten
Volker Mester
Die Commerzbank schließt zahlreiche Filialen in Deutschland – auch Hamburg trifft es hart.

Die Commerzbank schließt zahlreiche Filialen in Deutschland – auch Hamburg trifft es hart.

Foto: Ralf Rottmann

Die Niederlassungen am Ida-Ehre-Platz, in Pöseldorf und in Bramfeld fallen schon kurzfristig weg. Welche Standorte es noch trifft.

Hamburg.  Schon seit dem Jahresbeginn ist bekannt, dass die Commerzbank ihr Filialnetz auch in Hamburg drastisch ausdünnen wird. Nun steht fest, wie viele und welche der Geschäftsstellen es trifft: Im Stadtgebiet fallen im Rahmen des Sparprogramms elf der bisher noch 27 Niederlassungen weg, in der Metropolregion außerhalb der Hansestadt sind es zwei von zehn Standorten.

Bereits im Zeitraum von Oktober 2021 bis Anfang kommenden Jahres sollen die Hamburger Filialen in der Altstadt (Ida-Ehre-Platz), in Pöseldorf und in Bramfeld geschlossen werden. Im Laufe des kommenden Jahres folgen die Standorte Barmbek, Fuhlsbüttel, Hamburger Straße, Langenhorn, Außenalster, Hafencity, Lokstedt und Othmarschen. Die Niederlassung in St. Georg ist bereits kürzlich geschossen worden. In der Metropolregion sollen die Geschäftsstellen in Glinde und in Winsen „perspektivisch“ nicht mehr weiter betrieben werden, wie das Unternehmen mitteilte.

Commerzbank rechtfertigt sich

„Uns geht es um ein zukunftsfähiges Filialnetz und ein komplett neues, an den Bedürfnissen unserer Kunden orientiertes Geschäftsmodell“, sagt dazu Jakob Hauptmann, Niederlassungsleiter Hamburg bei der Commerzbank. „Die Filiale verliert für tägliche Bankgeschäfte bei Kunden immer mehr an Bedeutung, das Smartphone wird zum wichtigsten Kontaktkanal.“ Während der Pandemie habe man festgestellt, dass Beratung ohne Filiale „gut funktioniert und für den Kunden schnell, einfach und bequem ist“, so Hauptmann.

Eine „individuelle Kundenkommunikation“ soll starten, sobald der genaue Zeitpunkt für die Schließung der einzelnen Filialen feststeht. Jeder Kunde erhalte dann einen Brief, in dem er erfährt, „wie und wo er künftig betreut wird“, hieß es.

Wie viele der Arbeitsplätze in Hamburg wegfallen, ist noch unklar

Noch unklar ist nach Angaben der Bank, wie viele der Arbeitsplätze in Hamburg wegfallen. Zuletzt hatte die Commerzbank hier noch rund 2200 Beschäftigte. Bundesweit soll etwa jede vierte der knapp 40.000 Vollzeitstellen gestrichen werden. Das Ziel sei es, den Abbau wie bisher „sozial verträglich“ zu gestalten, sagte ein Banksprecher.

Im Hinblick auf die Filialschließungen wird Hamburg im Vergleich zum gesamten Bundesgebiet, wo 340 der aktuell 790 Standorte verschwinden sollen, geringfügig weniger hart getroffen. Wie die Commerzbank außerdem bekanntgab, soll die Filiale am Jungfernstieg nach jahrelanger Modernisierung am 17. August wieder öffnen.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Wirtschaft