Secondhand-Mode

C&A verkauft in Hamburg jetzt auch Edelmarken

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Logo der Modekette C&A

Logo der Modekette C&A

Foto: picture alliance

Textilkette testet den Verkauf von Secondhand-Kleidung in einer Filiale in Hamburg. Was dort jetzt für wenig Geld angeboten wird.

Hamburg.  Dass viele ausrangierte Kleidungsstücke zu schade zum Wegwerfen sind, hat sich inzwischen herumgesprochen. Seit Jahren wächst der Markt mit Secondhand-Mode. Jetzt steigt auch der Textilfilialist C&A in das Segment ein.

In der Filiale im Einkaufszentrum Mercado in Hamburg-Ottensen gibt es seit Kurzem neben den eigenen Kollektionen auch gebrauchte Mode von Fremdmarken. Kooperationspartner ist der Secondhand-Onlineshop Carou, eine Tochterfirma von Texaid, einem der europaweit größten kommerziellen Unternehmen für Altkleiderverwertung mit Sitz in der Schweiz.

C&A verkauft jetzt auch Mode von Hugo Boss in Hamburg

„Das Angebot umfasst derzeit etwa 300 Teile für Damen und Herren. Die Marken reichen von C&A über H&M bis zu Tommy Hilfiger oder Hugo Boss“, sagte eine Sprecherin. Es werde nur Secondhand-Kleidung zum Verkauf angeboten, die offensichtlich sauber ist. Jedes Teil werde zudem von Hand auf Echtheit, Zustand und Eignung geprüft.

Die Preisspanne reicht von unter zehn Euro bis etwa 70 Euro. Nach Angaben der Sprecherin ist die Kooperation mit Carou „eine wichtige Initiative im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie, die unter anderem darauf baut, Kreislaufmode zu fördern und aussortierter Kleidung ein zweites Leben zu schenken“.

Milliardenmarkt Secondhand-Mode

Der Secondhand-Sektor macht weltweit zwischen 25 und 34 Milliarden Euro aus, das sind zwei Prozent des Bekleidungsmarktes. Nach einer Studie der Boston Consulting Group wird er sich mit einem Wachstum von jährlich 15 bis 20 Prozent pro Jahr in fünf Jahren verdoppelt haben und den Fast-Fashion-Markt 2028 überholen.

Zuletzt hatten mehrere Modehändler Angebote gestartet, darunter About You, H&M und Zalando. C&A bietet seit neustem in Frankreich eine Plattform für den Verkauf von gebrauchter Bekleidung zwischen Privatpersonen an. In Deutschland gibt es seit 2018 das Programm „We Take It Back”, über das Kunden aussortierte Kleidung an den Rücknahmepartner Packmee, ebenfalls ein Tochterunternehmen von Texaid, senden können. Dafür erhalten sie einen 15-Prozent-Gutschein für den nächsten Einkauf.

( mik )

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