Luftfahrt

Jeden Monat ein neuer Airbus für Lufthansa

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Ein Airbus A320neo steht auf dem Werksgelände von Airbus in Hamburg. In diesem Jahr erhält Lufthansa jeden Monat so eine Maschine.

Ein Airbus A320neo steht auf dem Werksgelände von Airbus in Hamburg. In diesem Jahr erhält Lufthansa jeden Monat so eine Maschine.

Foto: dpa Picture-Alliance / Lukas Schulze

Kranich-Linie bekommt von Airbus kontinuierlich Flugzeuge der A320-Familie und bestellt fünf A350 neu. Hamburgerin im Aufsichtsrat.

Hamburg.  Mitten in der Branchenkrise treibt die Lufthansa die Modernisierung ihrer Flotte voran. „Auch in dieser herausfordernden Zeit investieren wir konsequent in modernere, wirtschaftlichere und emissionsärmere Flugzeuge“, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

Allein im laufenden Jahr erhalte die Fluglinie durchschnittlich jeden Monat von Airbus eine neue Maschine der A320neo-Familie für die Kurz- und Mittelstrecke, teilte das Unternehmen nun mit. Diese schon vor Längerem bestellten Jets sind mit nach oben gebogenen Flügelspitzen sowie mit neuen, Sprit sparenden Triebwerken ausgestattet. Die Auslieferung von weiteren 107 Airbus-Flugzeugen der A320neo-Familie sei bis 2027 geplant, hieß es.

Lufthansa bestellt zehn neue Langstreckenmaschinen

Zudem habe der Vorstand den Kauf von insgesamt zehn neuen Langstreckenflugzeugen beschlossen. Den Auftrag teilen sich Boeing und Airbus je zur Hälfte. „Unsere Langstreckenflotte modernisieren wir aufgrund antizyklischer Opportunitäten sogar schneller als vor dem Beginn der Pandemie geplant“, sagte Spohr.

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Bei Boeing werden fünf 787-9 gekauft. Der US-Hersteller hatte sie bereits fertig produziert. Einige Airlines möchten angesichts ihrer momentan schwierigen finanziellen Lage die Auslieferungen verschieben. Da griff die vom Staat – wie Fluggesellschaften in anderen Ländern auch – mit Milliarden gestützte Lufthansa zu.

Neue Airbus-Jets sollen alte Airbus-Jets ersetzen

Bei Airbus wurden fünf A350 bestellt. Insgesamt wurden nun 45 Exemplare des modernsten Airbus-Großraumjets geordert. Gleichzeitig habe man sich auf eine Umstrukturierung der Auslieferung geeinigt. Ein Teil der Maschinen dürfte nun später als geplant den Besitzer wechseln. Die Handvoll neuer A350 soll in den Jahren 2027 und 2028 in die Kranich-Flotte übergehen.

Die nun bestellten Boeing- und Airbus-Maschinen sollen vor allem die A340-Maschinen ersetzen. Diese Airbus-Jets werden im Gegensatz zu den zweistrahligen 787 und A350 noch mit vier Turbinen angetrieben. In der Langstreckenflotte soll der Anteil der viermotorigen Maschinen von vor der Krise 50 Prozent bis Mitte des Jahrzehnts auf 15 Prozent sinken.

Mindestens sechs A380 wird die Kranich-Linie an Airbus zurückgeben. Auch die restlichen acht Maschinen des größte Passagierflugzeugs der Welt dürften wohl nicht wieder in den operativen Betrieb übernommen werden.

HHLA-Chefin und Ex-Flughafen-Chef werden Aufsichtsräte

Auf der virtuellen Hauptversammlung am Dienstag stimmten die vertretenen Aktionäre der Wahl von drei neuen Aufsichtsratsmitgliedern zu – zwei von ihnen haben Hamburg-Bezug.

Angela Titzrath, die Vorstandsvorsitzende der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), rückte ebenso in das Kontrollgremium ein wie Michael Kerkloh. Kerkloh war viele Jahre lang Chef des Münchener Flughafens und davor am Hamburger Airport in der Geschäftsführung tätig. Zudem rückte Daimler-Vorständin Britta Seeger in den Aufsichtsrat.

( woh )

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