Hamburger Maklerunternehmen

Deutlich weniger Büroimmobilien in der Stadt verkauft

In Hamburg sind weniger Gewerbeimmobilien verkauft worden. (Symbolbild)

In Hamburg sind weniger Gewerbeimmobilien verkauft worden. (Symbolbild)

Foto: Michael Rauhe

Interesse der Investoren bleibe aber hoch. Für Büroobjekte in sehr guten Lagen würden immer höhere Preise geboten.

Hamburg.  Nach einem „äußerst starken“ Vorjahresquartal hatten die Experten des Hamburger Maklerunternehmens Grossmann & Berger den Rückgang bereits erwartet: In den ersten drei Monaten des Jahres 2021 sind in der Hansestadt erheblich weniger Gewerbeimmobilien verkauft worden. Das Transaktionsvolumen ging um 28 Prozent auf 700 Millionen Euro zurück.

Historisch betrachtet liege das Verkaufsvolumen damit aber immerhin etwa auf dem Niveau des Zehn-Jahres-Mittels von 734 Millionen Euro. „Ein Großteil der registrierten Transaktionen sind Überläufer aus dem Vorjahr, die nun zu Jahresbeginn abgeschlossen wurden“, sagt Sandra Ludwig, Geschäftsführerin von Grossmann & Berger.

„Ausgeprägter Produktmangel“ an Kernobjekten

Marktbestimmend sei aktuell der „ausgeprägte Produktmangel“ an Kernobjekten, so Ludwig. Das Interesse der Investoren bleibe aber hoch. Für Büroobjekte in sehr guten Lagen würden aufgrund der großen Nachfrage immer höhere Preise geboten.

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Im Vergleich zu den Vorjahren seien internationale Investoren mit einem Anteil von nur drei Prozent in Hamburg kaum aktiv gewesen, hieß es. Nationale Käufer setzten sich aufgrund ihres „hohen Anlagedrucks“ häufiger in Bieterprozessen durch. Der Verkauf des „Hamburg Süd-Hauses“ durch die Oetker-Gruppe an das Fondshaus Union Investment für mehr als 150 Millionen Euro war im Quartal die einzige Transaktion im dreistelligen Millionenbereich.

( HA )

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