Hamburg Airport

Flughafen Hamburg macht mehr als 100 Millionen Euro Verlust

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Wolfgang Horch
Der Flughafen Hamburg hat 2020 ein historisches Minus eingefahren.

Der Flughafen Hamburg hat 2020 ein historisches Minus eingefahren.

Foto: Michael Rauhe / FUNKE Foto Services

Umsatz sinkt im Corona-Jahr 2020 um 57 Prozent. Prognose für Passagierzahl erneut gesenkt. Airport will Ende 2021 CO2-neutral sein.

Hamburg. Die Corona-Krise hat den Hamburger Flughafen wirtschaftlich hart getroffen. Für das Geschäftsjahr 2020 habe man einen Verlust von 113 Millionen Euro ausgewiesen, teilte Hamburg Airport am Montag mit. Dies sei das erste negative Ergebnis seit mindestens 25 Jahren, hieß es.

„Das ist ein herber Schlag. Die Restriktionen im Reiseverkehr führten zeitweilig zu einem fast vollständigen Erliegen der Luftfahrt“, sagte Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler. Nur durch einen strikten Sparkurs sei ein noch schlechteres Ergebnis verhindert worden. „Wir haben die Notbremse gezogen und alle Kosten auf ein absolutes Minimum gesenkt“, sagte Eggenschwiler.

Umsatz beim Flughafen Hamburg sinkt um 57 Prozent

Insgesamt sei den Gesellschaftern – mehrheitlich der Stadt Hamburg – im vergangenen Vierteljahrhundert rund 900 Millionen Euro Gewinn zugeflossen. Der Umsatz belief sich im vergangenen Jahr auf 119,6 Millionen Euro. Das entsprach einem Rückgang von 56,5 Prozent zu 2019. Die Erlöse im Bereich Verkehr und bei den Mieten von Läden und Restaurants seien dramatisch eingebrochen.

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Der Helmut-Schmidt-Flughafen zählte im vergangenen Jahr nur 4,56 Millionen Passagiere, das war ein Rückgang um fast drei Viertel. Für das laufende Jahr wurde die Prognose wegen des langen Lockdowns und der Reiseeinschränkungen von zuvor 8,5 Millionen auf 7,5 Millionen Fluggäste gesenkt.

Auch für das kommende Jahr rechnet Flughafen mit Verlust

Wirtschaftlich wird erneut ein Verlust erwartet, und zwar von rund 90 Millionen Euro. Mögliche Bundeszuschüsse seien dabei noch nicht berücksichtigt.Der Flughafen will zudem an seinem Ziel festhalten, bis zum Ende des Jahres Kohlendioxid-neutral zu wirtschaften.

Neben einem geringeren Energieverbrauch, innovativen Technologien, Fahrzeugen mit alternativen Antrieben gehörten dazu auch Naturschutzprojekte und der Erwerb von Ausgleichszertifikaten, hieß es.

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