Räumungsverkauf

Wäschehaus Möhring verschiebt Schließung – wegen Corona

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Hanna-Lotte Mikuteit
Arno Schmidt ist Geschäftsführer des Wäschehauses Möhring am Großen Burstah.

Arno Schmidt ist Geschäftsführer des Wäschehauses Möhring am Großen Burstah.

Foto: Andreas Laible

Ausgerechnet die Pandemie verschafft einem der ältesten Fachgeschäfte der Stadt einen Aufschub. Nun muss die Familie mit anpacken.

Hamburg. Der Termin stand seit Monaten fest. Am 28. Februar sollte das Wäschehaus Möhring in der Innenstadt schließen. Doch jetzt hat die Pandemie einem der ältesten Fachgeschäfte der Stadt einen Aufschub verschafft. „Wegen des Lockdowns konnten wir den Räumungsverkauf nicht wie geplant durchführen“, sagt Inhaber Arno Schmidt.

Bis auf weiteres bleibt der 1802 gegründete Laden in den Räumen am Großen Burstah. Seit Beginn des Lockdowns Mitte Dezember konnten Schmidt und seine Mitarbeiter nur auf telefonische Bestellung Handtücher, Bettwaren und Nachtwäsche verkaufen. Aktuell gibt es auf ausgewählte Artikel Rabatte von 30 Prozent.

Schließung von Möhring schon im Oktober angekündigt

„Ich wollte unsere Waren nicht in dieser schwierigen Zeit verramschen“, so der 80-Jährige. Im Oktober hatte Schmidt die Schließung von Möhring angekündigt. „Wir haben sämtliche finanziellen Möglichkeiten geprüft. Jetzt müssen wir einen Schlussstrich ziehen“, hatte er damals gesagt. Nach dem Umzug von dem angestammten Standort am Neuen Wall hatte das Wäschegeschäft im Nikolai Quartier mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen.

In den vergangenen zwei Jahren hat Möhring von den Reserven gelebt. Konkrete Zahlen nennt Schmidt nicht. Das Ende hatte er lange vorbereitet. Die Mitarbeiter haben schon vor Monaten ihre Kündigung zum 28. Februar erhalten.

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Auch der Mietvertrag war gekündigt. „Wir können aber erstmal bleiben“, sagt Schmidt. Die außerplanmäßige Verlängerungen muss er mit einem eilig zusammengestellten Team bewerkstelligen. Neben drei Mitarbeiterinnen aus dem Stammpersonal, die zumindest tageweise weitermachen können, hat er Aushilfen engagiert. Auch Ehefrau Susanne und eine Enkelin springen ein. „Auch das werden wir noch wuppen“, sagt Arno Schmidt.

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